Mi., 22.04.2020 , 11:24 Uhr

Pressekonferenz von Kultusminister Piazolo: Erste Schulöffnung am Montag

Abschlussklassen sollen am 27. April wieder zur Schule

Nach und nach werden die Schulen in Bayern wieder geöffnet. Ab dem 27. April sollen Schüler, die kurz vor dem Abschluss stehen, die Schule wieder besuchen. Der Unterricht wird unter strengen Hygienevorschriften stattfinden. Dies verkündete Kultusminister Michael Piazolo in einer Pressekonferenz am heutigen Mittwoch (22. April).

Abschlussklassen kehren zuerst zurück

Ab dem 27. April sollen rund 14 Prozent aller bayerischen Schüler und Schülerinnen zurück an ihre Schulen. Dabei handelt es sich ausschließlich um Abschlussklassen. Ab dem 11. Mai sollen Schüler, die im nächsten Jahr ihren Abschluss machen, zurück an die Schulen. Man erhofft sich, dass sich die älteren Schüler an die Hygienebestimmungen halten.

Bis zum Sommer sollen alle Schüler zurück 

Für die restlichen Schüler gibt es noch keinen genauen Fahrplan. Diese sollen vorerst weiter zu Hause unterrichtet werden. Bis zum Sommer sollen dann alle Schüler wieder die Schulen besuchen. Kultusminister Piazolo verkündet, dass sich an den Terminen für die Abschlussprüfungen nichts ändern wird.

Hygienevorschriften für den Unterricht

Der Unterricht soll unter strengen Hygienevorschriften stattfinden. Die Klassen sollen aus maximal 15 Schülern bestehen. Es wird Einzeltische geben, die mit ausreichendem Abstand in den Klassenzimmern angeordnet werden. Gruppenarbeiten sind untersagt. Zudem soll es für den Schulweg, die Pausen und den Toilettengang genaue Pläne geben. Es sollen stets die nötigen Sicherheitsabstände gewahrt werden. Gegebenenfalls wird es eine Staffelung des Unterrichtsbeginns oder sogar Schichtunterricht geben.

Chronisch kranke müssen Schule nicht besuchen

Schüler mit chronischen Erkrankungen müssen unter Vorlage eines Attestes den Präsenzunterricht an den Schulen nicht besuchen. Sie bekommen Materialien für den Unterricht zuhause. Auch schwangere Lehrkräfte und chronisch kranke Lehrkräfte sollen den Schulen fern bleiben. Lehrkräften, die über 60 Jahre alt sind, steht es frei zu unterrichten.

Notfallbetreuung soll ausgeweitet werden

Die Notfallbetreuung für Kleinkinder soll erweitert werden. Sie ist Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten und Alleinerziehenden, vorbehalten.

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