Di., 20.06.2023 , 10:53 Uhr

Landkreis Hof

Schwarzenbach am Wald: Abzuschiebender Flüchtling bedroht und schlägt Polizisten

39-Jähriger seit fast eineinhalb Jahren ohne Aufenthaltsgenehmigung

Gegen einen 39-jährigen Algerier wurden kurz vor seiner Abschiebung Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Beleidigung, Sachbeschädigung und wegen des Betäubungsmittelbesitzes eingeleitet. Er wurde abgeschoben, nachdem er sich bereits seit fast eineinhalb Jahren ohne Erlaubnis in Schwarzenbach am Wald (Landkreis Hof) aufhielt. Dabei leistete er jedoch erheblichen Widerstand.

Aggressiver 39-Jähriger hat Haschisch in der Hosentasche

Bereits seit Januar 2022 war der 39-Jährige ausreisepflichtig. Weil er sich dennoch weiterhin in der Gemeinschaftsunterkunft aufhielt, wurde die Polizeiinspektion Naila im Rahmen der Vollzugshilfe für die Regierung von Oberfranken mit der Abschiebung beauftragt. Schon als die Beamten den Mann antrafen, schlug dieser in Richtung des Gesichtes eines Polizisten, traf ihn aber nur leicht. Bei einer anschließenden Durchsuchung des 39-Jährigen fanden die Beamten einen Brocken Haschisch in dessen Hosentasche.

Algerier versucht Autoscheiben einzutreten

Weil er sich so aggressiv zeigte, fesselten die Polizisten den 39-Jährigen, um ihn zum Flughafen Frankfurt/Main zu bringen. Während der Fahrt trat er mit den Füßen gegen die Seitenscheibe mit dem Ziel diese einzuschlagen. In der Folge musste er auch an den Beinen fixiert werden. Dabei griff er die Polizisten mit Kopfstößen, Fußtritten und Spuckattacken an. Außerdem beleidigte er sie und bedrohte sie verbal mit dem Leben.

Rund 2.000 Euro Sachschaden am Transportfahrzeug verursacht

Trotz der Angriffe und des heftigen Widerstandes blieben die Beamten unverletzt. Sie übergaben den somit erneut straffällig gewordenen Mann am Frankfurter Flughafen zum Abflug nach Algier der Bundespolizei. Bei genauer Betrachtung des Transportfahrzeugs kamen eine beschädigte Verkleidung, herausgerissene Kabel und Haltegriffe zum Vorschein. Der angerichtete Schaden beträgt rund 2.000 Euro.

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