Vor dem Landgericht Bamberg ist heute der Prozess gegen zwei Männer aus den Niederlanden wegen mehrerer Geldautomatensprengungen zu Ende gegangen. Das Gericht verhängte Freiheitsstrafen von sieben Jahren beziehungsweise sieben Jahren und sechs Monaten.
Täter sind Mitglieder einer Bande
Den 26 und 28 Jahre alten Angeklagten wurde vorgeworfen, als Mitglieder einer Bande mehrere Geldautomaten gewaltsam aufgesprengt zu haben. Betroffen waren unter anderem Tatorte in Oberfranken. Durch die Explosionen entstanden erhebliche Sachschäden an den betroffenen Gebäuden.
Umfangreiche Anklage der Staatsanwaltschaft
Die umfangreiche Anklage der Staatsanwaltschaft Bamberg lautete unter anderem auf schweren Bandendiebstahl in Tateinheit mit dem Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion sowie der Zerstörung eines Bauwerkes in mehreren Fällen. Zusätzlich standen versuchte Taten im Raum.
Sprengungen in Forchheim und Küps
In Forchheim fielen den Tätern auf dem Gelände des Globus-Marktes jeweils ein Automat der Sparkasse Forchheim und der VR-Bank Bamberg-Forchheim zum Opfer. Auch in Küps (Landkreis Kronach) schlugen die Angeklagten zu. Dort sprengten sie einen Automaten in der Filiale der Sparkasse Kulmbach-Kronach in der Bahnhofstraße.
Rund 2,5 Millionen Euro Schaden
Der Entwendungsschaden insgesamt wird auf rund eine halbe Million Euro geschätzt. Der Sachschaden inklusive fehlgeschlagener Sprengungen beläuft sich auf rund 10 Millionen Euro.