Ein ungewöhnliches Verfolgungsrennen lieferte sich am Montag (11. Mai) ein 13-jähriger Junge mit der Polizei in Coburg. Mit einem massiv manipulierten Pedelec versuchte der Jugendliche, sich einer Verkehrskontrolle zu entziehen, und beschleunigte dabei auf eine Geschwindigkeit, die selbst die Beamten überraschte.
Pedelec beschleunigt auf über 50 km/h
Die Polizisten waren gegen 16:00 Uhr im Hambacher Weg unterwegs, als der junge Radfahrer beim Erblicken des Streifenwagens sofort Reißaus nahm. Ohne erkennbare körperliche Anstrengung beschleunigte er sein Gefährt auf über 50 km/h. Die Ordnungshüter versuchten daraufhin, den Jungen mittels Ansprache über den Außenlautsprecher und durch Signalgeber zum Anhalten zu bewegen. Dieser ignorierte die Aufforderungen jedoch konsequent und erhöhte stattdessen weiter das Tempo. Die rasante Fahrt fand schließlich in einer Rechtskurve ein jähes Ende, in der der 13-Jährige die Kontrolle verlor und stürzte. Glücklicherweise blieb der Jugendliche bei dem Unfall unverletzt.
Fahrrad illegal getunt
Bei der anschließenden Untersuchung des vermeintlichen Fahrrads stellten die Beamten schnell die Ursache für die enorme Geschwindigkeit fest. Das Fahrzeug war illegal mit einem Motor und einem Gasgriff ausgestattet worden. Durch diese baulichen Veränderungen änderte sich die rechtliche Einstufung des Fahrzeugs grundlegend: Es handelte sich nun um ein Kraftfahrzeug, für das eine entsprechende Fahrerlaubnis erforderlich gewesen wäre. Da der Junge aufgrund seines Alters eine solche noch gar nicht besitzen kann, wurde das Gefährt genauer unter die Lupe genommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vor Ort übergaben die Beamten den „Raser“ schlussendlich seinen Eltern.