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Geldautomat in Röslau gesprengt: Polizei nimmt zwei Tatverdächtige fest!

Nach der Sprengung eines Geldautomaten in Röslau (Landkreis Wunsiedel) am frühen Donnerstagmorgen (01. August) führten intensive Fahndungsmaßnahmen der Polizei bereits im Verlauf des gestrigen Tages zu zwei Festnahmen. Gegen Mittag wurde ein 21-Jähriger im Landkreis Wunsiedel festgenommen. Am Abend klickten zudem die Handschellen bei einem 30-Jährigen - ebenfalls im Landkreis Wunsiedel.

Großfahndung nach den Tätern

Wie berichtet, wurde am gestrigen Morgen gegen 3:45 Uhr ein Geldautomat in Röslau gesprengt. Kurze Zeit nach der Tat begann die umfangreiche Fahndung mit einer großen Anzahl an Streifenbesatzungen. Die Einsatzkräfte aus Hochfranken erhielten Unterstützung durch Beamte der Bayerischen Bereitschaftspolizei sowie der Bundespolizei Selb. Spezialeinsatzkräfte, Diensthundeführer und die Hubschrauberstaffel aus Mittelfranken waren ebenso vor Ort wie Beamte des Bayerischen Landeskriminalamtes aus München. Aufgrund von gesammelten Erkenntnissen gingen die Beamten schnell von einer gut organisierten Bande aus.

Nach Geldautomaten-Sprengung in Röslau: Poizei verhaftet zwei Verdächtige!
(Aktuell-Bericht vom Freitag, 02.08.19)

Polizei stellt Fahrzeuge sicher

Nachdem bei einer morgendlichen Verfolgungsfahrt mit einem weißen VW Golf, von der Nähe des Tatortes bis zum Selber Ortsteil Heidelheim, eine noch unbekannte Anzahl Personen in der Dunkelheit in ein Waldgebiet geflüchtet war, umstellten mehrere Einsatzkräfte diesen Bereich. Anschließend durchkämmten Beamte das Waldstück. Fündig wurde man hier aber nicht. Immerhin stellte man den zurückgelassenen Pkw mit den Kennzeichen aus dem Zulassungsbereich „EU“ (Euskirchen, NRW) sicher. Zudem entdeckte die Polizei am Vormittag einen zurückgelassenen Roller (Foto) in Marktleuthen und stellte ihn sicher. Bei diesem Gefährt könnte es sich um das Zweirad handeln, das einer der Täter nach der Sprengung zur Flucht nutzte. Die Fahrzeuge werden derzeit von Spurensicherungsspezialisten der Hofer Kripo untersucht.

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Tatverdächtiger festgenommen

Um die Mittagszeit überprüften Bundespolizisten einen Mann, der in Marktleuthen, wenige Kilometer vom Tatort entfernt, unterwegs war. Schnell erhärtete sich gegen den 21-Jährigen, mit Wohnsitz in den Niederlanden, ein Tatverdacht. Er wurde daraufhin festgenommen. nach Auswertung weiterer Daten erging am Donnerstagnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof ein Haftbefehl gegen den 21-Jährigen.

Festnahme eines Komplizen nach Hinweisen aus Bevölkerung

Am frühen Donnerstagabend teilten dann Zeugen der Polizei einen verdächtigen Mann im Schönwalder Ortsteil Brunn mit, der über Wiesen und Felder lief. Polizeibeamte konnten kurz darauf einen 30-Jährigen antreffen und vorläufig festnehmen. Auch der 30-Jährige hat einen festen Wohnsitz in den Niederlanden. Nach weiteren belastbaren Erkenntnissen erging auch gegen ihn ein Haftbefehl. Beide Männer sitzen derzeit in Untersuchungshaft.

Röslau: Unbekannte sprengen Geldautomaten der Commerzbank
(Aktuell-Bericht vom Donnerstag, 01.08.19)

Ermittlungen dauern an

Nach aktuellen Erkenntnissen erbeuteten die Täter bei der Sprengung des Geldautomaten laut Polizei vermutlich kein Geld. Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Mitgliedern der Bande und ihren Taten laufen weiter auf Hochtouren. Die Kripobeamten fragen deshalb:

  • Wer kann Hinweise zu der Herkunft des abgebildeten Rollers geben?
  • Wem ist der Roller am Donnerstag mit einem Fahrer aufgefallen?
  • Wer kann sonst Angaben machen, die in Zusammenhang mit der Sprengung des Geldautomaten stehen könnten?
  •  

 Zeugen werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Hof unter der Rufnummer 09281 / 704-0 in Verbindung zu setzen.

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Bayreuth / Kulmbach / Forchheim: Krimineller Bande das Handwerk gelegt

Eine Serie von rund 30 Einbrüchen in Sportheime in den vergangenen Monaten sowie mehrere Diebstähle, konnten nun aufgeklärt werden. Der Polizei Bayreuth-Land gelang es zusammen mit der Polizei Stadtsteinach, Kulmbach und Pegnitz, zwei Männer und eine Frau der Taten zu überführen. Die jungen Leute stahlen Gegenstände im Wert von mehreren zehntausend Euro und richteten einen Sachschaden von mindestens 25.000 Euro an. Einer der Täter beschränkte sich jedoch nicht nur auf Sportheime. Auch Arbeitskollegen vielen dem Langfinger zum Opfer.

Zahlreiche Einbrüche und Diebstähle

Seit Ende Mai 2017 kam es zu Einbrüchen, insbesondere in Sportheime vor allem im Landkreis Bayreuth, aber auch im Kulmbacher sowie Forchheimer Raum. Dabei hatten es die Diebe vor allem auf Elektrogeräte, hochwertige Werkzeuge, Freizeit- und Haushaltsgeräte sowie Genussmittel abgesehen. Schon bald zeigte sich, dass es sich bei den Einbrechern vermutlich um die gleichen Täter handeln dürfte.

 

DNA-Spur überführt Täter

Bei einem Einbruch hatten Beamte aus Pegnitz eine DNA-Spur sichern können. Die Spur konnte eindeutig einem 19 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Bayreuth zugeordnet werden. Im Laufe der komplexen Ermittlungen geriet neben dem ersten 19-jährigen Tatverdächtigen Ende Oktober auch ein weiterer 19 Jahre alter Mann aus dem Bayreuther Landkreis sowie eine gleichaltrige Frau aus Bayreuth ins Visier der Beamten. Ende Oktober kam die 19-jährige Frau zur Polizei und machte Angaben zu den Einbrüchen. Hierbei beschuldigte sie die zwei 19-jährigen Männer zahlreicher Delikte. Allerdings hatte sie offenbar nicht damit gerechnet, dass sie selbst als Mittäterin gilt. Eine weitere, ebenfalls 19 Jahre alte Frau, aus dem Landkreis Kulmbach, war zwar nicht unmittelbar beteiligt, machte sich jedoch strafbar, da sie das Diebesgut bei sich verstecken ließ. Anfang November nahmen die Polizisten dann alle vier Verdächtigen vorläufig fest. Aufgrund der bereits ermittelten Fakten und dem Vernehmungsgeschick der Beamten, räumten die beiden jungen Männer schließlich einen Großteil der Taten ein.

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Ausmaß der kriminellen Machenschaften übertraf die Erwartungen der Beamten

Es folgten umfangreiche Durchsuchungen sowohl bei den Wohnanwesen, Garagen und Fahrzeugen der Tatverdächtigen als auch bei ihren Familien. Tagelang waren mehrere Ermittler mit der Asservierung des Diebesguts beschäftigt. Teilweise hatten die Täter Beute auch bei ahnungslosen Bekannten gelagert. Allein bei den bislang sichergestellten Gegenständen beläuft sich der Gesamtwert auf einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag.

Einbrecher von Beruf

Des Weiteren kam ans Licht, dass insbesondere die jungen Männer in der Vergangenheit auch Benzin- und Dieseldiebstähle sowie diverse Aufbrüche von Baucontainern begangen haben. Einer der 19-jährigen Männer hatte ungerührt auch Arbeitskollegen bestohlen. Im wahrsten Sinne auf das Konto der Täter gingen dann die Verkäufe des Diebesgutes. Sowohl über Internetplattformen als auch im Bekannten- und Verwandtenkreis machte die Bande ihre Beute zu Geld. Zum Teil finanzierten sie sich damit ihren Lebensunterhalt.

Strafregister kann noch wachsen 

Die umfangreichen Ermittlungen dauern an. Insbesondere die Zuordnung der sichergestellten Gegenstände zu Tatorten und Personen wird noch einige Zeit andauern. Auch Polizisten weiterer oberfränkischer Dienststellen haben das Trio im Hinblick auf weitere Straftaten im Fokus. Bereits jetzt erwarten die drei Tatverdächtigen zahlreiche Strafanzeigen.

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Bamberg: Polizei sprengt zwei Drogendealer-Banden

Der Polizei gelang im Frühjahr und Sommer ein schwerer Schlag gegen das Drogen-Milieu. Wie jetzt bekannt wurde, unterwanderten Drogenfahnder in den vergangenen Monaten zwei überregional agierende Banden von Drogendealern, die den Großraum von Bamberg mit Betäubungsmitteln belieferten. 27 Tatverdächtige wurden allein in Oberfranken verhaftet. Die Ermittler konnten bei den überwiegend syrischen Staatsangehörigen über zehn Kilo Haschisch, 100 Ecstasy-Tabletten, kleinere Mengen an Marihuana sowie tausende Euro sicherstellen.

Großdealer aus dem Verkehr gezogen

Die Drogenspezialisten der Kripo waren im Rahmen anderer Strafverfahren auf die umfangreichen Drogengeschäfte der Männer im Raum Bamberg aufmerksam geworden. Als sich für Anfang April 2017 eine größere Beschaffungsfahrt eines im Landkreis Bamberg wohnhaften Syrers (30) nach Berlin abzeichnete, hefteten sich ihm die Fahnder an die Fersen. Auf der Rückfahrt nach Bamberg klickten in einem Fernreisebus bei dem Syrer und einem Landsmann (22) am Parkplatz Rotmaintal auf der Autobahn A70 die Handschellen. Im Gepäck der Reisenden entdeckte man rund 1,5 Kilo Haschisch. In der Wohnung des Älteren wurden später weitere Drogen und Bargeld sichergestellt. Ermittlungen ergaben, dass der 30-Jährige als Großdealer für den Bereich Bamberg agierte. Die gewonnenen Informationen führten bereits kurze Zeit später zur Festnahme eines Drogenkuriers (21) aus dem Landkreis Bamberg und eines Bamberger Kleindealers (19).

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Festnahmen führten zu Lieferanten

Bei einer Kontrolle von vier Syrern im Alter von 16 bis 30 Jahren Ende Mai 2017 an einer Haltestelle für einen Fernreisebus im Bamberger Stadtgebiet entdeckten Zivilbeamte bei einem Mann rund zwei Kilo Haschisch. Gegen alle vier Tatverdächtigen sowie einem Komplizen aus Bamberg ergingen daraufhin Untersuchungshaftbefehle. Zudem erlangten die Kripobeamten wertvolle Erkenntnisse über die bandenmäßige Struktur der mutmaßlichen Täter. Weiterhin klärte sich die Herkunft der Drogen. In Zusammenarbeit mit der Berliner Polizei wurde der Lieferant ausfindig gemacht. Auch er sitzt inzwischen ein. In der Folge stellte man bei Durchsuchungen umfangreiches Beweismaterial und Drogengelder in Höhe von mehreren tausend Euro sicher.

Zweite Bande im Visier der Ermittler

Parallel zu diesem Fall gelang es den Drogenfahndern Erkenntnisse zu einer Tätergruppe im Raum Bamberg zu erlangen, die ebenfalls im großen Stil dealte. Nachdem sich der Tatverdacht gegen diese Gruppe erhärtet hatte, wurden fünf syrische Tatverdächtigen im Alter von 18 bis 23 Jahren Anfang Mai 2017 zu Hause aufgesucht und festgenommen. Hierbei wurden Rauchgift und weitere Beweise sichergestellt. Gegen zwei in Bamberg und einen in Lichtenfels wohnhaften Tatverdächtigen ergingen am Folgetag Untersuchungshaftbefehle.

Weitere Festnahmen durch verdeckte Ermittlungen

Die erlangten Informationen führten zu weiteren Komplizen des eng vernetzten Dealer-Rings. So kam es im Mai zur Festnahme eines weiteren Syrers (37) und eines Italieners (35). Beide Männer wurden an der A9-Rastanlage Frankenwald verhaftet. Im Auto entdeckten Polizisten drei Kilogramm Haschisch, welches in Berlin beschafft wurde. Auch gegen die beiden Männer erging ein Untersuchungshaftbefehl. Hiermit waren die Ermittler auf der richtigen Spur, denn drei Wochen später gingen ihnen erneut zwei syrische Drogenkuriere ins Netz. Die Festnahme erfolgte in einem Zug nach Bamberg. Die Männer hatten zwei Kilo Haschisch im Gepäck. hatten. Die beiden 22 Jahre alten in Berlin wohnhaften Männer landeten in Untersuchungshaft.

Drogen im Fladenbrot versteckt

Nur eine Woche später klickten erneut bei zwei weiteren Syrern (22 und 28 Jahre) die Handschellen. Die Männer schmuggelten in einem Zug etwa 500 Gramm Haschisch nach Bamberg. Die Reisenden hatten fünf Haschischplatten raffiniert unauffällig in einem verpackten Fladenbrot versteckt. Ihren syrischen Auftraggeber (37) nahmen die Polizisten in Bamberg fest. Auch gegen dieses Trio ordnete der Ermittlungsrichter Untersuchungshaft an.

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Täter wähnten sich in Sicherheit

Die noch auf freien Fuß befindlichen Täter der Bande setzten ihre Drogengeschäfte weiter fort. Die Fahnder spürten Anfang Juni einen Syrer (31) auf, der über 1,3 Kilo Haschisch von Lieferanten in Stuttgart besorgte. Der 31-Jährige wurde ebenfalls in einem Zug festgenommen und hinter Gitter verbracht. Auch die drei Stuttgarter Drahtzieher des Drogendeals wurden ermittelt und festgenommen.

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Bandenstruktur umfassend aufgedeckt

Nachdem sich ein ausreichender Tatverdacht gegen weitere Abnehmer und Komplizen innerhalb der Organisation ergeben hatte, erwirkte die Staatsanwaltschaft Bamberg auch Haftbefehle gegen diese dringend Personen. Polizeibeamte nahmen Mitte Juni 2017 in einer Festnahme- und Durchsuchungsaktion an drei Orten im Landkreis Bamberg und zwei Anwesen im Stadtgebiet fünf weitere Syrer im Alter von 21 bis 36 Jahren fest. Zusätzlich stellte man Rauschgift, Bargeld und Beweismittel sicher. Bei der Festnahme eines der Tatverdächtigen erlitt ein Beamter leichte Verletzungen, als der Festgenommene dem Polizisten ins Bein biss.

Haftbefehle gegen drei weitere Syrer

Mitte Juli 2017 folgte schließlich auf Antrag der Staatsanwaltschaft der Erlass weiterer drei Haftbefehle gegen zwei 19 und 22 Jahre alte Männer aus Coburg und einem 18-Jährigen aus dem Landkreis Bamberg. Alle drei Syrer wurden in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Prozesse ab Oktober

Bereits Anfang Oktober 2017 sollen die ersten Gerichtsprozesse in den umfangreichen Ermittlungsverfahren beginnen. Darüber hinaus dauern die Ermittlungen der Drogenfahnder zu weiteren möglichen Beteiligten der Tatkomplexe noch an.

Oberfranken: Polizei legt Diebesbande nach Millionenbeute das Handwerk

Dieser Fall gehört definitiv mit zu den größten und spektakulärsten der oberfränkischen Polizei. Den Beamten gelang nach komplexen, gut zwei Jahre andauernden Ermittlungen, der Beamten der Kriminalpolizei mit Zentralaufgaben Oberfranken (KPI/Z) in enger Zusammenarbeit mit der Coburger Staatsanwaltschaft sowie den tschechischen Ermittlungsbehörden, ein schwerer Schlag gegen die internationale organisierte Kfz-Diebstahlskriminalität. Die Tatverdächtigen sind für über 100 Straftaten mit einem Gesamtentwendungsschaden von über 1,2 Millionen Euro verantwortlich. Von diesen Straftaten kamen bereits mindestens 77 vollendete Diebstähle und acht Versuche zur Anklage. Dabei handelt es sich überwiegend um Autodiebstähle, ein erheblicher Teil der gesamten Diebstähle fand in Oberfranken statt. KPI/Z und Staatsanwaltschaft Coburg konnten sieben Bandenmitglieder ermitteln, die Auslieferung nach Deutschland erreichen und sie hier in Untersuchungshaft bringen.

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Erste Festnahmen im Jahr 2015

Im Sommer 2015 kam es in Oberfranken zu einer Vielzahl von Fahrzeugdiebstählen, insbesondere der Marken VW T5, Mercedes Sprinter und Skoda. Schnell wurde den ermittelnden Beamten klar, dass es sich bei den Tätern um eine gut organisierte und professionell Bande handeln musste. Im Zuge operativer Maßnahmen gelang dann im Juni 2016 der erste größere Fahndungserfolg. Aufgrund der Erkenntnisse der oberfränkischen Beamten, konnten Polizisten zwei 33 Jahre alte Täter in Nürnberg festnehmen, die mittlerweile in Untersuchungshaft sitzen.

Hintermann entlarvt

Im Verlauf der anschließenden umfangreichen und teils verdeckt geführten Ermittlungen mit Einbindung der tschechischen Kollegen, gelang es den Beamten der KPI/Z immer mehr Erkenntnisse über die Struktur der Diebesbande zu gewinnen. So kamen sie sogar dem Hintermann der Bande, einem 39-jährigen Tschechen aus dem Raum Pilsen auf die Spur. Dieser „bestellte“ bei dem inzwischen festgenommenen 33-Jährigen detailliert Fahrzeuge, die zuvor insbesondere über Automärkte im Internet oder durch Auskundschaften ausgesucht worden waren. Wie die Kripobeamten weiter ans Tageslicht brachten, unterhielt der 39-jährige Drahtzieher einen sogenannten „Zerlegebetrieb“ für gestohlene Fahrzeuge sowie mehrere Lagerplätze im Westen der Tschechischen Republik. Das Diebesgut aus verschiedenen Ländern wurde dorthin gebracht und dann in der Regel komplett auseinandergenommen. Sämtliche Identifizierungsmerkmale veränderten oder tauschten die Täter fachmännisch aus. Auch Teile von legal erworbenen Schrottfahrzeugen wurden mit anderen Fahrzeugteilen kombiniert. Letztendlich wurden die Fahrzeuge und teilweise auch einzelne Teile weiter verkauft.

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Zahlreiche Durchsuchungen in Tschechien

Insgesamt neun Objekte in Tschechien, hauptsächlich im Bereich Pilsen aber auch in Prag, nahmen die Einsatzkräfte im Zuge der Ermittlungen gleichzeitig unter die Lupe. Sie durchsuchten Hallen, Werkstätten, mehrere Garagen und Scheunen sowie Wohnungen und entdeckten fast überall verschiedenstes Diebesgut. Bei dem Einsatz gelang es außerdem tschechischen Spezialeinsatzkräften den „Kopf“ der kriminellen Gruppierung in seinem Wohnhaus aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft Coburg beantragten europäischen Haftbefehls festzunehmen.

Diebesgut füllt ganze Lagerhalle

Das Ausmaß der kriminellen Machenschaften der Bande wurde den Einsatzkräften dann insbesondere in und vor einer Werkstatt bei Pilsen im wahrsten Sinn des Wortes vor Augen geführt. Vor Ort konnten die Kripobeamten insgesamt 17 Fahrzeuge verschiedener Marken, zirka 56 Fahrzeugteile aller Art, mehr als 35 Fahrzeugsitze, rund 100 Fahrzeugschlüssel, über 80 Fahrzeugbriefe und -scheine sowie mehr als 30 Computer, Laptops, Tablets, Festplatten, USB-Sticks, SD-Karten und Navigationsgeräte und über 15 Mobiltelefone und SIM-Karten sicherstellen. Darüber hinaus hatte die Bande offensichtlich auch Beute in Form von hochwertigen Werkzeugen, Baumaschinen und sonstigen Geräten gemacht, die vorwiegend aus Containeraufbrüchen auf Baustellen stammen.

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Weitere Verdächtige in Haft

Vier weitere Täter der Bande waren zwischenzeitlich untergetaucht, jedoch fahndeten europaweit Beamte mit Haftbefehlen nach ihnen. Bereits Anfang März 2017 gelang die Festnahme zweier Mittäter aus Moldawien im Alter von 30 und 35 Jahren in Prag. Einen weiteren 25-jährigen tatverdächtigen Moldawier verhafteten Polizeikräfte einige Tage später in Belgien. Der letzte im Bunde, ein 30 Jahre alter Rumäne, ging Ende März in der Ukraine ins Fahndungsnetz. Neben 67 Fahrzeugdiebstählen, insbesondere der Marken Mercedes Benz Sprinter, VW T5, BMW und Skoda, sowie acht Diebstählen von Anhängern, entwendeten die Bandenmitglieder auch fünf Motorräder beziehungsweise Quads, neun Kennzeichen und mehrere Baumaschinen. Zudem müssen sich die Männer auch wegen weiterer Delikte, insbesondere Urkundenfälschungen, Sachbeschädigungen und Hausfriedensbruch, verantworten. Der gesamte Entwendungsschaden beträgt mehr als 1,2 Millionen Euro. Zudem richteten die Straftäter einen Sachschaden von insgesamt mindestens 25.000 Euro an. Allein die Ermittlungsakte der Beamten der KPI/Z umfasst derzeit bereits über 5.000 Seiten.

Oberfranken: Schwerer Schlag gegen internationale Autodiebe
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Bayreuth: Bande von Ladendieben geht Polizei ins Netz

Eine Bande von osteuropäischen Ladendieben nahmen Polizisten am Donnerstagmittag (19. Januar) im Stadtteil Sankt Georgen in Bayreuth fest. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bayreuth haben die Ermittlungen gegen die drei Männer aufgenommen.

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Staatsanwaltschaft Hof: Ermittlungen gegen internationalen Schleuserring

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Hof gegen einen international operierenden Schleuserring fanden am Mittwochmorgen (11. Januar) mehrere Hausdurchsuchungen in Italien und Deutschland statt. Hierbei wurden zwei dringend tatverdächtige Pakistaner in Ancona (Italien) und im Großraum Erfurt festgenommen.

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Sparneck / Röslau: Mehrere Rasentraktoren gestohlen

Unbekannte stahlen in den Nacht zum Dienstag (10. Mai) in Sparneck (Landkreis Hof) und Röslau (Landkreis Wunsiedel) Rasentraktoren und Rasenmäher. Der Gesamtschaden liegt bei rund 20.000 Euro. Die Kripo Hof ermittelt.

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Hof / Halle: Buntmetalldiebstähle aufgeklärt – Bande festgenommen

Ein erneuter Schlag gegen eine bundesweit agierende Diebesbande gelang den oberfränkischen Ermittlungsbehörden in enger Zusammenarbeit mit Beamten aus Sachsen-Anhalt. Nach intensiven Ermittlungen wurden 19 Mitglieder einer rumänischen Bande festgenommen. Die Täter spezialisierten sich auf den Diebstahl von Buntmetall bei Recyclingunternehmen.

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Bamberg: Osteuropäische Diebesbande in Haft

Die Bamberger Polizei legte in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Bamberg und den Polizeibehörden in Österreich und Tschechien einer dreiköpfigen Diebesbande aus Osteuropa das Handwerk. Die Männer stahlen im Herbst 2014 in Bamberg zwei Motorräder und mehrere Fahrräder. Ein in Österreich gestohlener VW-Bus, der der Bande als Transportmittel diente, wurde ebenfalls sichergestellt. Weiterlesen
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Regnitzlosau (Lkr. Hof): Fahndung nach Einbrecherbande!

Seit Montagvormittag (06. Oktober) suchen zahlreiche Polizeikräfte nach drei Einbrechern, die im Regnitzlosauer Ortsteil Osseck am Wald in ein abgelegenes Haus in der Nähe des Waldschlösschens eingebrochen sind. Den Ermittlungen zufolge flüchteten die Täter mit einem Auto, dessen polnische Kennzeichen mit „FZA“ beginnen. Weiterlesen
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Einbruchserie in Oberfranken: Täterbande festgenommen!

Im Frühjahr 2014 kam es vermehrt zu Einbrüchen in Tankstellen und Geschäften in Oberfranken. Die Täter erbeuteten Waren im Wert von über 125.000 Euro. Nun gab es einen Fahndungserfolg der Coburger Krininalpolizei und Staatsanwaltschaft. Mehrere Personen wurden verhaftet. Weiterlesen
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