Unfallflucht in Coburg: Rollerfahrer angefahren & liegen gelassen

Eine besonders dreiste Unfallflucht ereignete sich am Donnerstagmorgen (19. Juli) in Coburg. Ein Rollerfahrer wurde von einem Autofahrer angefahren und zu Fall gebracht. Der Unfallverursacher entfernte sich, ohne sich um den verletzten Zweiradfahrer zu kümmern. Die Polizei stellte wenig später auch den Grund für die Flucht fest

Vorfahrt missachtet

Ein zunächst unbekannter Fahrzeugführer eines Nissans missachtete gegen 09:30 Uhr beim Abbiegen vom Berliner Platz nach links in die Ketschendorfer Straße die Vorfahrt eines ihm entgegenkommenden Mopedfahrers. Der Mopedfahrer konnte nicht mehr ausweichen und stieß mit seinem Vorderrad gegen die Fahrzeugfront des Autos. Dabei stürzte er und zog sich nicht unerhebliche Verletzungen im Beinbereich zu.

Unfallverursacher stellt sich selbst

Der Fahrer des Nissans entfernte sich mit seinem Fahrzeug in Richtung Coburger Klinikum. Nachdem das Kennzeichen des Verursacherfahrzeugs bekannt war, folgte eine umfangreiche Fahndung nach dem Fahrzeug in Stadt und Landkreis Coburg. Das Fahrzeug konnte schließlich in einer Parkbucht in der Alexandrinenstraße aufgefunden und sichergestellt werden. Aufgrund des hohen Fahndungsdrucks stellten sich noch am gleichen Abend die 22-jährige Fahrzeughalterin und der 19-jährige Unfallverursacher bei der Coburger Polizei.

Roller nur noch Schrott

Das Verursacherfahrzeug wurde aufgrund einer richterlichen Anordnung beschlagnahmt. Das bei dem Unfall beteiligte Kleinkraftrad hatte nur noch Schrottwert. Es musste von der Unfallörtlichkeit abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden liegt bei mindestens 6.000 Euro.

19-Jähriger ohne Führerschein hinterm Steuer

Der 19-jährige Unfallverursacher war nicht im Besitz eines Führerscheins. Jetzt erwartet ihn neben der Anzeige wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis auch noch ein Strafverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und fahrlässiger Körperverletzung. Der zukünftige Erwerb eines Führerscheins dürfte für den Coburger somit erst einmal in weite Ferne gerückt sein.

 



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