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A9 / Bayreuth: Spektakuläre Festnahme an der Rastanlage

Durch mehrere oberfränkische Landkreise lieferte sich ein 26 Jahre alter Autofahrer am Dienstagmorgen (17. April) eine spektakuläre Verfolgungsjagd mit der Polizei . Der flüchtige Straftäter konnte nur durch Polizeischüsse gestoppt werden. An der Rastanlage Sophienberg an der A9 konnte der aggressive Mann festgenommen werden. Die Polizei ermittelt.

Autofahrer flüchtet über die A9

Gegen 09:45 Uhr war der Mercedes mit Berliner Kennzeichen in das Visier einer Streifenbesatzung der Hofer Verkehrspolizei geraten. Als die Beamten das Fahrzeug nahe Marktschorgast stoppen wollten, gab der Mann am Steuer des Wagens Gas und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit rücksichtslos in südlicher Richtung.

Fahrer per Haftbefehl gesucht

Wie sich bei der Überprüfung herausstellte, wurde der Mercedes in Berlin entwendet und gegen den Fahrer lag ein Haftbefehl vor. Die Polizeieinsatzzentrale löste daraufhin umgehend eine Fahndung nach dem Flüchtigen aus, an der sich mehrere Streifenbesatzungen der umliegenden Dienststellen und ein Polizeihubschrauber beteiligten.

Polizist beinahe von Auto erfasst

Am Autobahnparkplatz Sophienberg bei Bayreuth gelang es den Polizeibeamten das Fahrzeug zunächst zu stoppen, wobei es auch zu einem Zusammenstoß mit zwei Streifenwagen kam. Kurz darauf versuchte der Fahrer erneut zu flüchten und fuhr auf einen Polizeibeamten zu, der sich nur durch einen Sprung zur Seite retten konnte. Daraufhin gaben Polizeibeamte Schüsse auf das flüchtende Auto ab, das kurze Zeit später noch am Parkplatz zum Stehen kam.

26-Jähriger mit Messer bewaffnet

Bei seiner anschließenden Festnahme leistete der 26 Jahre alte Mann am Steuer, der mit einem größeren Messer bewaffnet war, heftigen Widerstand, sodass die Polizisten auch Pfefferspray gegen ihn einsetzen mussten. Der Festgenommene, als auch ein Polizeibeamter erlitten leichte Verletzungen, die sie im Krankenhaus behandeln lassen mussten.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Beamte der Kriminalpolizei Bayreuth haben die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen aus Berlin aufgenommen und versuchen nun die weiteren Hintergründe für die Flucht des Mannes zu ermitteln. Am beschädigten Mercedes, als auch an den beiden Polizeifahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von geschätzten 27.000 Euro. Die Beamten der Bayreuther Verkehrspolizei suchen Verkehrsteilnehmer, die durch den flüchtenden grauen Mercedes mit Berliner Kennzeichen auf der Autobahn A9 gefährdet oder geschädigt wurden sowie weitere Zeugen des Vorfalls.

Hinweise nimmt die Verkehrspolizei Bayreuth unter der Telefonnummer 0921/506-2330 entgegen.



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