Do., 22.04.2021 , 14:22 Uhr

24-Stunden-Blitzmarathon in Oberfranken: Deutlich weniger Fahrer zu schnell unterwegs

Oberfränkische Polizei zieht Bilanz

Am Donnerstagmorgen (22. April) um 6 Uhr ging der achte "24-Stunden-Blitzmarathon" zu Ende. Bilanz der oberfränkischen Polizei: Im Vergleich zum Jahr 2019 sind deutlich weniger Fahrer zu schnell unterwegs gewesen. Dieses Jahr hielten sich 1,3 Prozent von knapp 30.000 gemessenen Fahrzeugen nicht an die Geschwindigkeit. Im Jahr 2019 waren es knapp 2 Prozent. Letztes Jahr fiel der Blitzmarathon aufgrund der Corona-Pandemie aus. Die Aktion dient dazu, Verkehrsteilnehmer auf das Thema Unfälle, verursacht durch hohe Geschwindigkeit, aufmerksam zu machen. Wir berichteten.

Über 380 Fahrer zu schnell unterwegs 

An dem diesjährigen Blitzmarathon beteiligten sich 158 Beamte. An 80 Stellen wurden Messungen durchgeführt und überprüft, ob die Tempolimits eingehalten wurden. Bei insgesamt 384 Fahrern stellte die Polizei zu hohe Geschwindigkeit fest. Auf etwa die Hälfte der Verkehrsteilnehmer kommt eine kostenpflichtige Verwarnung zu. Die restlichen Fahrer bekommen entweder ein Bußgeld, Punkte in Flensburg oder Fahrverbot.

Trauriger Höchstwert erreicht 184 bei erlaubten 100 km/h

Den traurigen Höchstwert stellte ein Kulmbacher BMW-Fahrer auf der B289 bei Kulmbach auf. Er raste mit 184 Stundenkilometern an den Beamten vorbei, obwohl die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h begrenzt ist. Der Fahrer bekommt ein Bußgeld in Höhe von 600 Euro, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.

Polizei erwischt 46-Jährigen mit acht Haftbefehlen 

Neben Geschwindigkeitsüberschreitungen beanstandete die Polizei 37 Fahrer oder deren Fahrzeuge wegen weiterer Verstöße. Auf der Staatsstraße 2692 bei Berg (Landkreis Hof) stellte die Polizei während der Kontrolle eines 46-jährigen Beifahrers aus Saalfeld fest, dass gegen ihn acht Haftbefehle bestanden. Der Fahrer (33) des Kleintransporters fuhr zuvor mit 28 km/h zu schnell an der Kontrollestelle vorbei. Die Haftbefehle konnte der 46-Jährige mit der Zahlung eines dreistelligen Eurobetrages abwenden. Zudem bekam er eine Anzeige wegen eines sogenannten Vergehens nach dem Betäubungsmittelgesetz, da dieser geringe Menge Marihuana bei sich führte. Gegen den 33-Jährigen leitete die Polizei ein Bußgeldverfahren ein.

Für die oberfränkischen Mittelzentren stellt sich die Bilanz des Blitzmarathons wie folgt dar:

Außerhalb des Blitzmarathons wird die Polizei im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms 2030 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ Raser im Auge behalten.

Der Aktuell-Beitrag vom 22. April 2021

Oberfranken: Blitzmarathon 2021 ein voller Erfolg
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