Ein gefährlicher Zwischenfall auf der Autobahn A93 bei Höchstädt (Landkreis Wunsiedel) löste am Dienstagmorgen (27. Oktober) einen größeren Einsatz von Polizei und Feuerwehr aus. Gegen 6:20 Uhr löste sich aus bislang ungeklärter Ursache der Sattelanhänger eines Lastzuges von der Zugmaschine.
Flammen greifen auf Kühlaufbau über
Der mit rund 20 Tonnen Geflügelfleisch beladene Kühlanhänger kam schließlich an der rechten Leitplanke zum Stehen. Dabei wurde der Auflieger erheblich beschädigt. Am leckgeschlagenen Dieseltank entzündeten sich durch Funkenflug austretende Kraftstoffe. Die Flammen griffen bereits teilweise auf den Kühlaufbau über.
Feuerwehr verhindert größeren Brand
Vier Polizeistreifen sowie mehrere Feuerwehren aus der Umgebung rückten zur Unfallstelle aus. Den Einsatzkräften gelang es, das Feuer rasch unter Kontrolle zu bringen. Dadurch konnte verhindert werden, dass der Anhänger vollständig ausbrannte. Der 54-jährige Fahrer aus Tschechien blieb ebenso wie alle anderen Beteiligten unverletzt.
Sechsstelliger Schaden
Die Autobahnpolizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag. Die Sattelzugmaschine blieb weitgehend unbeschädigt und ist weiterhin fahrbereit.
Fahrbahn in Richtung Regensburg gesperrt
Wegen der Bergungsarbeiten sind der Standstreifen und die rechte Fahrspur in Fahrtrichtung Süden derzeit gesperrt. Der Verkehr wird an der Unfallstelle über die linke Spur vorbeigeführt. Autofahrer müssen deshalb weiterhin mit Behinderungen rechnen. Bis die Autobahn wieder uneingeschränkt befahrbar ist, dürften noch mehrere Stunden vergehen.
Schwerlastgruppe ermittelt zur Unfallursache
Was dazu führte, dass sich der Anhänger während der Fahrt von der Zugmaschine löste, ist bislang unklar. Mit der Klärung der Unfallursache wurden inzwischen Beamte der Schwerlastgruppe der Verkehrspolizei Hof beauftragt.
Ladung muss überprüft werden
Auch die Ladung muss zunächst von einem Havariekommissar begutachtet werden. Ob das Geflügelfleisch nach dem Unfall und dem Brand noch verwendbar ist, bleibt damit vorerst offen.