Im November 2025 entgleiste bei der Einfahrt in den Bahnhof in Selbitz (Landkreis Hof) ein Triebwagen des Bahnunternehmens agilis. TVO hat darüber berichtet. Nun wird gegen die Lokführerin ermittelt, inwieweit sie verantwortlich für den Unfall ist.
Zugführerin soll Haltesignal übersehen haben
Wie aus der Antwort des bayerischen Verkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Landtag hervorgeht, das TVO vorliegt, hat die Staatsanwaltschaft Hof Ermittlungen wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Im Kern geht es darum, ob die Führerin des Triebwagens ein Haltesignal missachtet hat. Dies bestätigt die Staatsanwaltschaft Hof auf Anfrage von TVO.
Ermittlungen zeitnah abgeschlossen
Die Ermittlungen sind laut Staatsanwaltsschaft noch nicht abgeschlossen, sollen aber zeitnah beendet sein. Über das Ergebnis der Untersuchungen gibt es bislang noch keine Informationen.
Über tausend Züge fielen aus
Der Unfall, der sich am Freitag (21. November 2025) ereignet hatte, sorgte wegen der komplizierten Bergungsarbeiten und der Reparatur für eine einmonatige Sperrung der Bahnstrecke zwischen Hof und Bad Steben (Landkreis Hof). So fielen bis zur Freigabe der Verbindung am Sonntag (21. Dezember 2025) insgesamt 1.033 Züge der Linie RB97 aus und wurden im Schienenersatzverkehr von Bussen ersetzt.