Im Fall des wegen sexuellen Missbrauchs von betreuten Kindern und Jugendlichen am TPZ Hof festgenommenen Heilerziehungspflegers gibt es eine neue Wendung. Wie berichtet wurde der 33-Jährige am Montag (09. März) direkt an seiner Arbeitsstelle in der Heilpädagogischen Tagesstätte der Hofer Lebenshilfe festgenommen. Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen.
Tatverdächtiger fotografierte Gesäße mehrerer Frauen
Nun hat sich bei TVO eine ehemalige Arbeitskollegin des Tatverdächtigen gemeldet, die mit ihm in einer anderen Einrichtung zusammenarbeitete. Laut Unterlagen, die unserer Redaktion vorliegen, hatte sie den Mann bereits 2021 wegen sogenannter „Beleidigung auf sexueller Grundlage“ angezeigt. So soll der Beschuldigte die bekleideten Gesäße von mehreren weiteren Arbeitskolleginnen fotografiert haben, während die Frauen ihrer Arbeit nachgingen.
Freispruch trotz Geständnis
Obwohl der Mann einräumte, die Fotos angefertigt zu haben, wurde das Verfahren von der Staatsanwaltschaft Bayreuth eingestellt, weil er die Bilder bereits gelöscht und nicht verbreitet habe. Zudem habe der Tatnachweis nicht mit der für eine Anklageerhebung erforderlichen Sicherheit geführt werden können.
Generalstaatsanwaltschaft Bamberg zieht Fälle in Ermittlungen ein
Der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg ist der Fall bekannt, wie ein Sprecher auf Anfrage von TVO informierte. Die Fälle von damals würden bei den neuen Ermittlungen gegen den tatverdächtigen Heilerziehungspfleger miteinbezogen.
Betroffene äußert sich exklusiv bei TVO
TVO hat mit der ehemaligen Arbeitskollegin gesprochen und ein Interview geführt. Mehr Informationen dazu gibt es heute (17. März) in Oberfranken Aktuell um 18:30 Uhr im Kabel und um 19:30 Uhr per Satellit in Franken Plus.