Mi., 05.03.2014 , 14:40 Uhr

Polizei Oberfranken: Positive Faschingsbilanz

Mit dem Ende der Faschingstage zieht die oberfränkische Polizei eine weitestgehend positive Bilanz zum närrischen Treiben. Die angekündigten Kontrollen bestätigten allerdings erneut, dass sich einige alkoholisierte Narren, allen Warnungen zum Trotz, ans Steuer ihres Fahrzeuges setzten.

Unbelehrbare Alkoholsünder

Während ihrer verstärkten Kontrollen zur Faschingszeit stellten die Polizisten allein im Regierungsbezirk 21 alkoholisierte Fahrer fest. Acht von ihnen hatten einen Wert von über 1,1 Promille und mussten ihren Führerschein gleich vor Ort abgeben. Zusätzlich erwarten diese Promillesünder Strafverfahren und mehrere Punkte in Flensburg. Weitere 13 Fahrzeugführer müssen nach den Faschingstagen mit einem Fahrverbot und einem Bußgeld mit Punkten in der Verkehrssünderdatei rechnen, nachdem auch bei ihnen der Alkoholtest einen zu hohen Promillegehalt angezeigt hatte. Darüber hinaus hatten weitere neun kontrollierte Fahrer Drogen im Blut. Auch sie müssen demnächst auf ihren Führerschein verzichten und ebenfalls ein Bußgeld bezahlen. Außerdem registrierte die oberfränkische Polizei im Kontrollzeitraum sieben Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol oder Drogen im Spiel waren.

Mit 3,22 Promille am Steuer

Deutlich über die Stränge geschlagen hatte am Samstagvormittag eine 51-jährige Autofahrerin bei Marktredwitz im Landkreis Wunsiedel, die gegen 10 Uhr in eine Polizeikontrolle geriet. Ein bei ihr durchgeführter Atemalkoholtest ergab den beachtlichen Wert von 3,22 Promille. Nach einer Blutentnahme stellten die Polizisten den Führerschein der Frau sicher. Sie muss sich demnächst vor Gericht für ihr Verhalten verantworten.

Zahlreiche Streitereien und Körperverletzungen

Neben der routinemäßigen Begleitung von etlichen Faschingsumzügen waren die oberfränkischen Polizisten auch bei zahlreichen Einsätzen gefordert. Bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberfranken wurden zwischen „Weiberfasching“ und den frühen Morgenstunden des Aschermittwochs rund 2100 Einsätze abgearbeitet. 89 Streitigkeiten galt es zu schlichten und 62 Ruhestörungen zu beenden. In 45 Fällen eskalierten die Auseinandersetzungen und es kam zu Körperverletzungsdelikten. 85 Feiernde schauten derart tief ins Glas, dass sie vollkommen hilflos waren. In diesem Zusammenhang mussten die restlos Betrunkenen von den Ordnungshütern in die Obhut des Rettungsdienstes oder der Angehörigen gegeben werden.

 


 
Alkohol Alkohol am Steuer Bilanz Fasching Körperverletzung Oberfranken Polizei Punkte Ruhestörung Streit

Das könnte Dich auch interessieren

15.09.2026 Kulmbach: Schläger benutzt Handy als Waffe Erst flogen die Fäuste, dann wurde es gefährlich: Ein seit Wochen schwelender Streit eskalierte am Montagmittag (14. September) in der Kulmbacher Innenstadt eskaliert. Ein Mann wurde dabei am Kopf verletzt. 24.08.2026 Biss-Attacke, Streitereien, Diebstähle: Polizei zieht Bilanz zum Kronacher Freischießen Das diesjährige Kronacher Freischießen ging am vergangenen Samstag nach rund eineinhalb Wochen zu Ende. Die Polizei teilt am Montag (24. August) ihre Bilanz mit. Insgesamt sei die Anzahl an Körperverletzungsdelikten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen, allerdings kam es trotzdem zu einigen Zwischenfällen. 15.08.2026 Hof: Streit eskaliert - Fahrgast greift Busfahrer an Am Freitagabend (14. August) eskalierte gegen 19 Uhr ein Streit in der Hofer Innenstadt. Ein 62-jähriger Busfahrer geriet zuvor mit einem 41-jährigen nigerianischen Fahrgast und dessen Familie in eine Auseinandersetzung. 06.08.2026 Teuschnitz: Aggressiver 56-Jähriger hält die Polizei einen Abend lang in Atem Ein alkoholisierter Radfahrer hat am Mittwochabend (05. August) in Teuschnitz (Landkreis Kronach) gleich mehrere Polizeieinsätze ausgelöst. Nach einem Verkehrsunfall mit seinem Fahrrad sorgte der 56-Jährige später mit lauter Musik für Ärger – und beleidigte die eingesetzten Beamten mehrfach.