Vor den Augen einer Zivilstreife der Polizei raubte am Freitagabend (27. Februar) eine rumänische Diebesbande eine Supermarktfiliale in Himmelkron (Landkreis Kulmbach) aus. Als die Täter in ihr Fluchtfahrzeug steigen wollten, schlugen die Einsatzkräfte zu.
Diebe verlassen Markt mit prall gefüllten Taschen
Nach derzeitigem Ermittlungsstand postierten sich zwei Tatverdächtige kurz vor Ladenschluss im Außenbereich des Marktes und öffneten die Schiebetüren des Eingangsbereichs. Hierdurch ermöglichten sie vier weiteren Personen das Betreten des Geschäfts. Diese verließen den Markt anschließend mit gefüllten Einkaufstaschen über den offen gehaltenen Eingangsbereich unter Umgehung der Kassenzone.
VW-Bus wartet startbereit
Im Anschluss begab sich die Gruppierung zu einem bereitstehenden VW-Transporter. Am Fahrzeug hielten sich zwei weitere Tatverdächtige auf, bei denen sich bereits mutmaßliches Diebesgut befand. Im Transporter warteten zudem ein Fahrer sowie eine Beifahrerin. Mehrere Beteiligte verschlossen die entwendeten Einkaufstaschen vor dem Fahrzeug mit Klebeband.
Bande konzentriert sich hauptsächlich auf Schokolade
In diesem Moment griffen uniformierte Einsatzkräfte ein und nahmen insgesamt zehn Personen vorläufig fest. Bei der anschließenden Durchsuchung des Transporters stellten die Beamten weitere Taschen und Koffer mit mutmaßlichem Diebesgut sicher. Nach derzeitigen Erkenntnissen hatte es die Gruppierung gezielt auf Süßwaren, insbesondere Schokolade, abgesehen. Der Wert der sichergestellten Waren beläuft sich auf mehrere hundert Euro.
Sechs Tatverdächtige in U-Haft
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bayreuth wurden sechs Tatverdächtige im Alter zwischen 23 und 50 Jahren einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehle wegen des dringenden Tatverdachts des Bandendiebstahls. Die Beschuldigten wurden in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert.
Vier Mitglieder wieder auf freiem Fuß
Von einer Vorführung des Fahrers, der Beifahrerin sowie zweier weiterer Personen wurde abgesehen. Sie leisteten Sicherheitszahlungen und befinden sich derzeit wieder auf freiem Fuß. Die Ermittlungen dauern an.