Am Sonntagnachmittag (01. März) hielt ein 48-jähriger BMW-Fahrer die Verkehrspolizei im Landkreis Bamberg in Atem und verursachte einen Großeinsatz. Als der Mann von einer Streife in Viereth-Trunstadt (Landkreis Bamberg) kontrolliert werden sollte, setzte er zurück flüchtete auf irrsinnige Art und Weise.
Lebensgefährliche Überholmanöver mit über 200 km/h
Die anschließende rasante Verfolgungsfahrt führte zunächst durch das Ortsgebiet von Viereth-Trunstadt, weiter über die Bundesstraße B26 auf die Autobahn A70 in Richtung Eltmann und anschließend über verschiedene Landstraßen zurück in den westlichen Landkreis Bamberg. Während der etwa 30-minütigen Flucht wechselte der Fahrer mehrfach die Fahrtrichtung, überholte trotz Gegenverkehr und erreichte außerorts Geschwindigkeiten von stellenweise über 200 km/h. Mehrere Streifenbesatzungen umliegender Dienststellen beteiligten sich an der Fahndung. Um andere Verkehrsteilnehmer nicht zusätzlich zu gefährden, hielten die Einsatzkräfte wiederholt größere Sicherheitsabstände ein.
BMW geht nach 30 Minuten der Sprit aus
Erst als dem 48-Jährigen der Kraftstoff ausging, konnte die Flucht beendet werden. Er kehrte nach Viereth zurück, offenbar mit dem Ziel, an seiner Wohnanschrift das Fahrzeug zu wechseln. Beim Aussteigen wurde er von Polizeikräften festgenommen. Dabei leistete er erheblichen Widerstand, wodurch ein Beamter leicht verletzt wurde.
Test auf Drogen und Medikamente
Wie sich im weiteren Verlauf herausstellte, war der Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 0,15 Promille. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bamberg wurden zwei Blutentnahmen veranlasst, um einen möglichen Einfluss von Drogen oder Medikamenten zu überprüfen.
Mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet
Gegen den 48-Jährigen wurden Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder entlassen.
Polizei sucht Zeugen
Die Polizei bittet Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des Mannes gefährdet wurden, sich bei der Verkehrspolizei Bamberg unter der Telefonnummer 0951/9129-510 zu melden.