Am Dienstagnachmittag (10. März) kam es auf der Autobahn A73 zwischen den Anschlussstellen Bamberg-Süd und Bamberg-Ost zu einem Verkehrsunfall mit anschließender Unfallflucht. Danach lieferte sich die 30-Jährige eine Verfolgungsjagd mit der Polizei.
Audi prallt ins Heck eines Skoda
Ein 57-jähriger Mann war mit seinem Skoda auf der A73 in Fahrtrichtung Suhl unterwegs und befand sich zum Überholen mehrerer Fahrzeuge auf dem linken Fahrstreifen. Nachdem er den Überholvorgang beendet hatte und wieder auf den rechten Fahrstreifen wechseln wollte, fuhr ein von hinten herannahender Audi heftig auf das Heck seines Fahrzeugs auf.
Frau gibt trotz erheblicher Schäden an ihrem Fahrzeug Gas
Durch die Wucht des Aufpralls geriet der Skoda ins Schleudern, prallte gegen die Außenschutzplanke und kam schließlich entgegen der Fahrtrichtung auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Der Audi kollidierte nach dem Zusammenstoß ebenfalls mit der Mittelschutzplanke und kam zunächst auf dem linken Fahrstreifen zum Stillstand. Nur wenige Sekunden später setzte die Fahrerin ihre Fahrt trotz erheblicher Schäden am Fahrzeug fort und entfernte sich unerlaubt vom Unfallort.
Flucht auf der Felge
Zeugen konnten der Polizei mitteilen, dass der Audi am Autobahnkreuz Bamberg auf die A70 in Richtung Schweinfurt gewechselt hatte. Eine Streife der Verkehrspolizei stellte das Fahrzeug wenig später an der Ausfahrt Bamberg-Hafen fest. Als die Fahrerin das Polizeifahrzeug bemerkte, beschleunigte sie erneut und versuchte zu flüchten. Dabei fuhr sie sogar über eine Grünfläche, obwohl ihr Fahrzeug vorne links bereits nur noch auf der Felge unterwegs war.
30-Jährige hat über zwei Promille Alkohol im Blut
Nach kurzer Verfolgung gelang es den Beamten, das Fahrzeug auf Höhe einer Tankstelle zu stoppen und die Fahrerin festzunehmen. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass die 30-jährige Frau erheblich alkoholisiert war. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von über zwei Promille.
Polizei stellt mehrere Anzeigen
Die Polizei ordnete eine Blutentnahme an und stellte den Führerschein der Frau sicher. Gegen sie wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs sowie unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt.
28.000 Euro Schaden
Glücklicherweise wurde bei dem Unfall niemand verletzt. Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf mindestens 28.000 Euro geschätzt.