Der erste Kreisverkehr in Betonbauweise in Oberfranken entsteht derzeit an der Anschlussstelle der Staatsstraße St2260 zur Autobahn A73 bei Buttenheim (Landkreis Bamberg). Damit setzt das Staatliche Bauamt Bamberg auf eine Bauweise, die sich in der Schweiz bereits seit Jahren bewährt hat und insbesondere bei hohem Schwerverkehr deutliche Vorteile gegenüber Asphalt bietet.
Beton verkraftet Belastungen durch schwere Lastwagen
Beton bleibt auch bei hohen Temperaturen formstabil und hält den Belastungen durch schwere Lkw dauerhaft stand. Gerade an der Anschlussstelle Buttenheim ist der Schwerverkehr aufgrund der angrenzenden Gewerbegebiete besonders hoch. Im Vergleich zu Asphalt erreicht Beton eine drei- bis viermal längere Nutzungsdauer. Die übliche Erneuerung der Fahrbahn nach etwa zehn Jahren entfällt, sodass sich die um 15 bis 20 Prozent höheren Baukosten langfristig amortisieren.
Rund 100 einzelne Betonplatten
Auch die Ausführung ist außergewöhnlich: Der Kreisverkehr wird nicht als durchgehende Betonfläche hergestellt, sondern aus rund 100 einzelnen Betonplatten, die über Dübel und Anker miteinander verbunden werden.
Kreisverkehr ist Teil neuer Verkehrslenkung
Der Kreisverkehr ist Teil des Umbaus der Anschlussstelle Buttenheim. Im Zuge der Maßnahme wird die Autobahnauffahrt neu gestaltet, eine Umgehung von Altendorf geschaffen und die Staatsstraße 2244 (Forchheim – Hirschaid) direkt an die Autobahnauffahrt sowie an die St2260 in Richtung Ebermannstadt angebunden. Insgesamt entstehen zwei neue Kreisverkehre, die künftig die verschiedenen Verkehrsbeziehungen an der Anschlussstelle verknüpfen.
Fertigstellung in wenigen Tagen
Die Fertigstellung des westlichen Kreisverkehrs ist für Mitte Juli vorgesehen. Anschließend folgen Asphaltarbeiten, der Einbau der Bankette, die Montage von Schutzplanken und Beschilderung sowie die Fahrbahnmarkierung. Die Verkehrsfreigabe ist für Ende August geplant. Danach verlagert sich die Baustelle auf die Ostseite der Anschlussstelle, wo bis Ende des Jahres der zweite Kreisverkehr mit den anschließenden Fahrbahnen entstehen soll.
Pilotprojekt des Staatlichen Bauamts Bamberg
Die beiden Kreisverkehre sind Teil eines Pilotprojekts des Staatlichen Bauamts Bamberg. Bewährt sich die Betonbauweise im praktischen Einsatz, könnte sie künftig auch bei weiteren Kreisverkehren mit hohem Schwerverkehrsanteil Anwendung finden.