Mo., 18.01.2021 , 12:45 Uhr

Corona-Krise: Folgen bald verschärfte Lockdown-Maßnahmen?

Machen Sie mit bei unserer TVO-Umfrage

Am Dienstag (19. Januar) beraten Bund und Länder über das weitere Verfahren im Hinblick auf die Corona-Maßnahmen. Bereits im Vorfeld zeichnen sich Diskussionen ab. Im Gespräch ist offenbar eine bundesweite Ausgangssperre sowie eine Homeoffice-Pflicht für Unternehmen. Der Grund für das Vorziehen der Beratungen ist unter anderem die hoch ansteckende Virus-Mutation. Am heutigen Montag holen sich die Länderchefs dazu ein aktuelles Lagebild von Experten ein.

Einheitliche Ausgangssperre?

Medienberichten zufolge zeichnen sich bereits im Vorfeld des Bund-Länder-Treffens mögliche, neue Corona-Regeln ab. So sei im Gespräch, eine einheitliche, bundesweite Ausgangssperre einzuführen. Ab wann diese verhängt werden soll, ist noch in der Diskussion. In Bayern gilt die Ausgangssperre bereits ab 21:00 bis 05:00 Uhr morgens. Der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, plädierte für eine Ausgangssperre ab 20 Uhr. Zudem sprach er sich für einen dreiwöchigen, harten Lockdown aus. Wie er heute Morgen (18. Januar) auf Twitter schrieb, müsse so das Ausbreiten der Mutation verhindert werden.

Folgt bald eine Homeoffice-Pflicht für Unternehmen?

Für Unternehmen soll es laut dem "Business Insider" eine Art  Home-Office-Pflicht light geben. Demnach sollen Beschäftigte ihre Arbeit von zuhause aus erledigen, wo es nur möglich sei. SPD-Chefin, Saskia Eskin, geht hierbei einen Schritt weiter und sprach sich inzwischen für eine Home-Office-Pflicht für Unternehmen aus. Auch Finanzminister Olaf Scholz äußerte sich gegenüber "Bild"-Talk, dass es nicht nur bei Appellen bleiben könne, jedoch von einer Pflicht wolle er nicht sprechen.

Wird der Lockdown um zwei Wochen verlängert?

Aktuell gilt der Lockdown bis Ende Januar. Bereits am gestrigen Sonntagabend stellte Scholz gegenüber "Bild"-Talk eine Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar in Aussicht. Bei Schulen und Kitas zeichne sich eine längere Schließung ab. In diesem Fall würde hier Homeschooling und Notbetreuung fortbestehen. Diskutiert wird unter anderem auch über eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht in ÖPNV und Einzelhandel. Diese Regelung gilt in Bayern seit dem heutigen Montag. Wir berichteten.

Mehr Grundrechte für Geimpfte?

Wie sich inzwischen Bundesaußenminister Heiko Maas gegenüber der "Bild am Sonntag" äußerte, sprach er sich für mehr Freiheiten für geimpfte Personen gegen das Coronavirus aus. So sollen Menschen mit einer Impfung früher als der Rest der Bevölkerung Restaurants oder Kinos besuchen dürfen. Die Bundesregierung lehnte Privilegien für Geimpfte ab. Wie wir bereits berichteten, ist ein Grund, dass nicht bekannt sei, ob Geimpfte nicht dennoch andere Menschen mit dem Virus anstecken könnten. Hier können Sie bei der TVO-Umfrage mit abstimmen, ob es Sonderrechte für Geimpfte geben soll.

TVO-Umfrage zum Thema: Homeoffice-Pflicht für Unternehmen?

Bayern Beratungen Bund-Länder-Treffen Coronavirus Deutschland Homeoffice Kitas Lockdown Ministerpräsidenten Mutation Oberfranken Pflicht Schulen TV Oberfranken TVO Virus

Das könnte Dich auch interessieren

05.09.2025 Oberfranken / Deutschland: Fünfter bundesweiter Warntag am 11. September 2025 Am Donnerstag (12. September) findet der diesjährige bundesweite Warntag statt. An diesem Aktionstag erproben Bund und Länder sowie die auf freiwilliger Basis teilnehmenden Kreise, kreisfreien Städte und Gemeinden in einer gemeinsamen Übung ab etwa 11:00 Uhr ihre Möglichkeiten zur Warnung der Bevölkerung. 05.06.2026 TVO-Umfrage: Bringt die Widerspruchslösung mehr Organspender? Anlässlich des Tags der Organspende am 6. Juni hat Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach erneut für die Einführung der Widerspruchslösung geworben. Hintergrund ist der weiterhin hohe Bedarf an Spenderorganen: Derzeit warten in Bayern rund 1.050 Menschen auf ein lebenswichtiges Organ, bundesweit sind es etwa 8.000.  06.05.2026 Nach aktueller Umfrage: Bundeskanzler Friedrich Merz ist einer der unbeliebtesten Politiker Bundeskanzler Friedrich Merz ist einer der unbelebtesten Politiker in Deutschland. Laut dem aktuellen INSA-Politiker-Ranking im Frühjahr 2026 liegt er deutlich am unteren Ende. 04.05.2026 Trotz 17 Cent Tankrabatt: Geht die Abzocke der Mineralölkonzerne weiter? Seit dem Freitag (01. Mai) gilt der sogenannte Tankrabatt. Durch eine von der Bundesregierung umgesetzten Senkung der Energiesteuer um 17 Cent auf Benzin und Diesel sollen die Preise an den Tankstellen für zwei Monate spürbar sinken. Bislang spüren die Autofahrer keine bis wenig Entlastung.