Ein Verkehrsunfall mit einem Sattelzug auf der Autobahn A93 zwischen den Anschlussstellen Marktredwitz-Süd und Pechbrunn löste am Mittwochmorgen (15. Juli) einen größeren Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Grund dafür war ein gemeldeter Gasaustritt an der Zugmaschine und der Verdacht, dass Gefahrgut betroffen sein könnte.
Lkw prallt gegen Leitplanke und Notrufsäule
Nach bisherigen Erkenntnissen kam der 40-Tonnen-Sattelzug gegen 07:10 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der Schutzplanke. Dabei wurden auf einer Länge von mehr als 50 Metern die Leitplanke sowie eine Notrufsäule erheblich beschädigt. Weitere Fahrzeuge waren an dem Unfall nicht beteiligt.
Ursache des Gasaustritts schnell ermittelt
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte bestätigte sich der gemeldete Gasaustritt. Dieser ging jedoch von einem beschädigten LPG-Tank der Zugmaschine aus. Da sich auf dem Fahrzeug eine nach den Vorschriften des ADR transportierte Ladung befand, wurde die Richtungsfahrbahn Weiden vorsorglich vollständig gesperrt und der Verkehr an der Anschlussstelle Marktredwitz-Süd ausgeleitet.
Fahrer wird nur leicht verletzt
Der 41-jährige Fahrer aus dem Raum Gera erlitt leichte Verletzungen und wurde durch den Rettungsdienst vor Ort versorgt.
Ladung bleibt unbeschädigt
Anhand der Ladepapiere und in Abstimmung mit der verantwortlichen Transportfirma aus dem Raum Bamberg stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Sattelzug rund 23 Tonnen Lithiumbatterien für die E-Automobilindustrie geladen hatte. Die Ladung blieb bei dem Unfall unbeschädigt.
Sachschaden von 100.000 Euro
Nachdem die Feuerwehr Entwarnung hinsichtlich des Gasaustritts gegeben hatte, konnte ein Bergeunternehmen mit der Umladung der Fracht sowie der Bergung des verunfallten Fahrzeugs beginnen. Die Vollsperrung der A93 in Fahrtrichtung Weiden wurde gegen 10:15 Uhr aufgehoben. Rund eineinhalb Stunden später war die Unfallstelle vollständig geräumt und die Autobahn wieder frei befahrbar. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 100.000 Euro. Die genaue Ursache des Unfalls ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen der Autobahnpolizei Hof.