Fr., 26.03.2021 , 11:07 Uhr

Bahnausbau Nürnberg – Schirnding: Deutsche Bahn schließt Vorplanung ab

Meilenstein für Franken-Sachsen-Magistrale - Ausbau der Bestandsstrecke ist im Pegnitztal erste Wahl

Die Planungen für den Ausbau der Bahnstrecke von Nürnberg über Marktredwitz (Landkreis Wunsiedel) an die tschechische Grenze bei Schirnding (Landkreis Wunsiedel) haben einen wichtigen Meilenstein erreicht: Wie die Deutsche Bahn jetzt mitteilte, wurde die Vorplanung jetzt abgeschlossen. Dabei stehen die Vorzugsvarianten nun fest. Diese sehen den Ausbau entlang der Bestandsstrecke vor, so das Unternehmen.

Projekt aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030

Die Elektrifizierung der größtenteils zweigleisigen Bahnstrecke ist ein Projekt aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030. Dadurch soll die Strecke zukünftig mit modernen Zügen befahren werden können. Das zieht neue Perspektiven im Personen- und Güterverkehr nach sich. Beispielsweise wird damit die Wiedereinführung von Fernverkehrszügen und eine Erweiterung der Nürnberger S-Bahn ermöglicht.

Erste Wahl: Varianten entlang der Bestandsstrecke

Dabei stehen die Vorzugsvarianten nun fest. Diese sehen den Ausbau entlang der Bestandsstrecke vor – auch im Pegnitztal, so das Unternehmen. In den Untersuchungen wurden demnach alle in Frage kommenden Möglichkeiten hinsichtlich der verkehrlichen und wirtschaftlichen Ziele sowie die Auswirkungen auf Menschen, Natur und Umwelt betrachtet.

 

Ein wichtiger Schritt beim Ausbau der Bahnstrecke Nürnberg–Schirnding ist gemacht: Mit der abgeschlossenen Vorplanung haben wir einen Weg gefunden, die Elektrifizierung auf diesem anspruchsvollen Abschnitt zu realisieren. … Auch die Region steht zu dem Projekt.

(Matthias Trykowski, Leiter Bahnausbau in Nordbayern)

 

Spezielle Anforderungen im Pegnitztal

In der Vorplanung durch die Deutsche Bahn wurde untersucht, wie die Elektrifizierung der Strecke realisiert werden kann. In Tunneln und bei niedrigen Straßenbrücken, wurden verschiedene Varianten untersucht. Im Pegnitztal wurde als Alternative zum Ausbau der Bestandsstrecke auch ein rund 5,5 Kilometer langer Neubautunnel untersucht. Auch für die weiteren Tunnel im Fichtelgebirge wurde der Bau neuer Tunnel zusätzlich zu den bestehenden geprüft.

Ergebnisse der Vorplanungen

Die Ergebnisse der Vorplanung sehen laut DB AG unter anderem folgende Maßnahmen vor: Entlang der rund 140 Kilometer langen Bahnstrecke sind rund 5.000 neue Oberleitungsmaste erforderlich und 142 Straßen- oder Eisenbahnbrücken müssen angepasst oder neu gebaut werden. Weiterhin entstehen zehn neue Stellwerke. Weiterhin müssen sieben Bahnhöfe umgebaut werden.

Weiterführende Informationen: Bahnausbau in Nordostbayern

Fast 500 Kilometer Bahnstrecken in der Oberpfalz, in Ober- und Mittelfranken wollen Bund und Bahn in Nordostbayern elektrifizieren und so eine der letzten großen Dieselinseln in Deutschland – im Dreieck Nürnberg, Hof und Regensburg – an das moderne Bahnnetz anschließen.

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