Ein aggressiver Fahrgast hat am Mittwochabend (22. Juli) im ICE 1105 von Berlin nach München einen Polizeieinsatz ausgelöst. Gegen 21:00 Uhr erhielt die Bundespolizei die Mitteilung über einen 26-jährigen syrischen Staatsangehörigen, der sich im Zug auffällig verhielt. Beim Halt in Bamberg eskalierte der Mann völlig.
26-Jähriger verletzt sich selbst und übergibt sich
Nach bisherigen Erkenntnissen soll der 26-Jährige sich während der Zugfahrt mehrfach mit dem Kopf gegen eine Wand geschlagen und sich anschließend übergeben haben. Beim Halt des Zuges im Bahnhof Bamberg hatten mehrere couragierte Reisende den Mann bereits überwältigt und bis zum Eintreffen der Bundespolizei festgehalten. Die Einsatzkräfte übernahmen den Tatverdächtigen, legten ihm Handfesseln an und brachten ihn aus dem Zug.
Täter tritt Polizisten und droht mit „abstechen“
Während der polizeilichen Maßnahmen setzte sich der 26-Jährige erheblich zur Wehr. Er ließ sich wiederholt zu Boden fallen, trat einem Bundespolizisten gegen den Bauch, bespuckte die eingesetzten Beamten mehrfach und beleidigte sie fortlaufend. Darüber hinaus soll er umstehende Personen mit den Worten bedroht haben, sie „abzustechen“.
Gesundheitszustand verschlechtert sich
Da sich der Gesundheitszustand des Mannes im Verlauf des Einsatzes verschlechterte, wurde ein Rettungswagen angefordert. Anschließend erfolgte seine Einlieferung in ein Krankenhaus zur weiteren medizinischen Versorgung.
Polizisten nicht mehr dienstfähig
Bei dem Einsatz wurden zwei Bundespolizisten verletzt und waren anschließend nicht mehr dienstfähig. Zudem erlitt ein Mitarbeiter der DB Sicherheit leichte Verletzungen.
Mehrere Verfahren eingeleitet
Die Bundespolizeiinspektion Würzburg hat ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, der Körperverletzung, der Bedrohung sowie der Beleidigung eingeleitet.