Mi., 25.01.2017 , 12:45 Uhr

Tödlicher Baustellenstreit in Großheirath: Angeklagter zu vier Jahren Haft verurteilt

Oliver L. wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt

Ein Streit auf einer Baustelle in Großheirath (Landkreis Coburg) eskalierte im Juni 2016 und endete für einen Arbeiter tödlich. Seit dem 16. Januar stand der mutmaßliche Täter vor dem Landgericht in Coburg. Am heutigen Mittwoch (25. Januar) wurde der Angeklagte wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt.

Baustellenstreit eskalierte

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass im letzten Sommer der Pflasterer Oliver L. (38) bei einem heftigen Streit auf einer Baustelle mit einer Spitzschaufel seinen Kontrahenten auf den Kopf geschlagen hatte. Das Opfer stürzte und schlug mit dem Hinterkopf auf dem Boden auf. Der Bauarbeiter aus dem Landkreis Kulmbach starb kurze Zeit später an den Folgen der Kopfverletzung. L. wurde nun wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. Das Gericht ging nicht davon aus, dass der damals 38-Jährige sein Gegenüber töten wollte. Der Angeklagte muss für vier Jahr in Haft. 

Körperverletzung mit Todesfolge oder Totschlag

Der Staatsanwalt hatte in seinem Plädoyer hingegen fünf Jahre Haft wegen Totschlags in einem minderschweren Fall für den Pflasterer verlangt. L hatte schon zu Prozessbeginn jede Tötungsabsicht bestritten.

Aktuell-Bericht vom 16. Januar 2017

Baustellenstreit eskalierte: Totschlagsprozess am Landgericht Coburg
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