Di., 08.05.2018 , 12:33 Uhr

Kampfmittelräumung bei Rattelsdorf: Weltkriegsmunition wird aus dem Boden geholt

Hauptteil der Kosten übernehmen Bund und Freistaat

Vor etwa anderthalb Jahren standen einige Bauern in Ratteldorf (Landkreis Bamberg) bei ihren Feldern auf einmal vor einem Problem. Das Problem zeigte sich in Form eines Schildes. Auf diesem stand: „Betretungsverbot, Lebensgefahr“!

Kosten von 3,5 Millionen Euro

Das Landratsamt Bamberg hatte die Flächen, auf den vorher 70 Jahre lang ohne Zwischenfälle Landwirtschaft betrieben wurde, gesperrt. Der Grund: Im Boden schlummern fast 2.000 Kilogramm Munition aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Amerikaner hatten das Areal damals genutzt, um den Sprengstoff aus dem Munitionslager Breitengüßbach (Landkreis Bamberg) kontrolliert zu sprengen. Die Räumung der Reste ist teuer. 3,5 Millionen Euro betragen die Gesamtkosten. Zahlen sollten das erst einmal zu einem größeren Teil die Bauern, die dies weder konnten noch wollten.

Beräumung bis Ende 2018

Nach langen Verhandlungen wurde jetzt eine Einigung erzielt: Der Bund und der Freistaat Bayern übernehmen den Hauptteil der Kosten. Die Genehmigungen für die Kampfmittelräumung sind jetzt unterzeichnet und damit fix. Bis Ende des Jahres soll der Boden in Rattelsdorf nun frei von der Munition sein.

Aktuell-Bericht vom 02. Januar 2017

Felder rund um Rattelsdorf: Nach Munitionsfund sollen Landwirte zahlen
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