Bahnreisende aus dem Nordosten und Osten Oberfrankens mit dem Ziel Nürnberg können aufatmen. Zumindest ein bisschen. Die Bahntrasse durch Pegnitztal soll ab Anfang Mai in Teilen bald wieder befahrbar sein. Die plötzliche Sperrung wegen der maroden Bahnbrücken am Freitag (19. September 2025) hatte zu großer Verärgerung geführt.
Zugverkehr soll in zwei Stufen wieder anlaufen
Laut Informationen der Deutscher Bahn soll der Zugverkehr in zwei Stufen wieder anlaufen Ab Anfang Mai 2026 werden zunächst wieder Züge im Abschnitt Neuhaus – Pegnitz verkehren. Für Reisende bedeutet dies eine spürbare Entlastung, da auf diesem Teilstück der Umstieg auf den Ersatzverkehr mit Bussen entfällt. Die vollständige Wiederinbetriebnahme der Strecke zwischen Hersbruck (rechts der Pegnitz) und Pegnitz ist nach aktuellem Stand bis zum Ende der Sommerferien 2026 vorgesehen.
Umfangreiche Maßnahmen zur Stabilisierung der Brücken
Die Strecke war kurzfristig gesperrt worden, nachdem Schäden an mehreren Pegnitzbrücken festgestellt wurden. Seither wurden die Bauwerke laut Bahn intensiv durch spezialisierte Ingenieurbüros untersucht. Die laufenden Maßnahmen zur Stabilisierung umfassen unter anderem die Erneuerung und Verpressung von Fugen, die Sicherung von Mauerwerk durch Anker und Nadeln sowie das Verschließen von Rissen. Zusätzlich werden Hohlräume verfüllt, um eine gleichmäßige Lastverteilung zu gewährleisten, und angrenzende Böschungen angepasst.
Langfristige Erneuerung geplant
Parallel zur Instandsetzung arbeitet die DB InfraGO an der langfristigen Erneuerung der Brücken. Die entsprechenden Planfeststellungsanträge werden derzeit schrittweise beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht.
Ersatzverkehr ab Neuhaus an der Pegnitz
Bis zur vollständigen Wiederöffnung bleibt ein umfassender Ersatzverkehr bestehen. Die Regionalexpress-Linien 30, 31, 32 und 38 enden ab Mai in Neuhaus. Von dort verkehren stündlich Busse mit allen Unterwegshalten bis nach Hersbruck. Ergänzend bestehen Direktbusverbindungen zwischen Bayreuth, Pegnitz, Neuhaus und Nürnberg. Zwischen Hersbruck und Nürnberg wird der Zugverkehr weiterhin über alternative Strecken sichergestellt.