Die Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt hatte in der Silvesternacht alle Hände voll zu tun, größere Sicherheitsstörungen blieben jedoch aus. Trotz der stark frequentierten Innenstadt hielten sich die meisten Feiernden an die eingerichtete Böllerverbotszone.
Im Laufe der Nacht kam es dennoch zu mehreren Körperverletzungsdelikten, darunter ein Fall mit mittelschweren Verletzungen. Zwei Personen mussten die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen. Eine Polizeibeamtin wurde bei einem Einsatz versehentlich von einem Feuerwerkskörper getroffen und erlitt leichte Verbrennungen.
Mehrere Mülltonnen brennen
Zudem brannten vermutlich aufgrund unsachgemäß entsorgter Feuerwerksreste vier Mülltonnen. Der Schaden beläuft sich auf rund 1.000 Euro.
24-Jähriger fällt negativ auf
Bereits gegen 21:30 Uhr zündete ein 24-Jähriger aus Halle in der Böllerverbotszone einen Feuerwerkskörper und wurde von Passanten darauf hingewiesen. Daraufhin bedrohte er diese mit einem Schlagring, worauf die Passanten in eine Pizzeria flüchteten. Die Polizei stellte den Mann kurz darauf und fand bei der Kontrolle neben dem Schlagring auch verbotene Böller sowie ein Klappmesser. Da gegen ihn zudem ein Waffenverbot besteht und er sich in der Waffenverbotszone aufhielt, wird er nun wegen mehrerer Delikte angezeigt.
Streit eskaliert zum Jahreswechsel
Zum Jahreswechsel kam es in der Scheffelstraße zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Ein 21-Jähriger schlug dabei seinem 45-jährigen Kontrahenten ins Gesicht, sodass dieser mit Verdacht auf einen Jochbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Der genaue Auslöser des Streits ist bislang unklar.
17-Jähriger durch Böller verletzt
Kurz nach Mitternacht wurde eine 17-Jährige verletzt, als in ihrer unmittelbaren Nähe mehrere Feuerwerkskörper explodierten. Sie erlitt Ohrenschmerzen sowie Brandlöcher in ihrer Kleidung. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen Unbekannt.
Polizistin wird durch Feuerwerk verletzt
Gegen 00:30 Uhr wurde eine Polizeibeamtin bei einem Einsatz nahe des Rathauses von Teilen einer umgestürzten Feuerwerksbatterie getroffen und leicht verletzt. Auch in diesem Fall wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
Mit Schreckschusspistole aus einem Auto gefeuert
Zeitgleich kontrollierte die Polizei einen 24-Jährigen aus Kulmbach, der aus einem Auto heraus mit einer Schreckschusspistole Schüsse abgab. Da er keinen erforderlichen Waffenschein vorzeigen konnte, erwartet ihn nun eine Anzeige, zudem wurde die Führerscheinstelle informiert und die Waffe sichergestellt.
Fliegende Fäuse in der Hedwigstraße
Kurz darauf griff ein weiterer 24-Jähriger in der Hedwigstraße eine Gruppe Jugendlicher unvermittelt mit Faustschlägen an. Vier 15-Jährige wurden dabei leicht verletzt. Der Tatverdächtige gab die Attacke zu und begründete sein Verhalten mit angeblicher Provokation.
Disko-Besucher rastet aus
Gegen 04:30 Uhr meldete sich schließlich ein 28-jähriger Disko-Besucher bei der Polizei, der behauptete, von einem Security-Mitarbeiter geschubst worden zu sein. Während der Anzeigenaufnahme zeigte er sich derart aggressiv, dass er schließlich in Gewahrsam genommen werden musste. Zeugen berichteten, der Mann habe zuvor versucht, mit zwei Schnapsflaschen in den Raucherbereich zu gehen, die ihm vom Sicherheitsdienst abgenommen wurden.