In den vergangenen Tagen wurden in Oberfranken zwei Fälle von Ölverunreinigungen festgestellt. Einsatzkräfte verhinderten in beiden Fällen größere Umweltschäden. Die Ermittlungen zu den Ursachen dauern an.
100 Liter Heizöl in der Kläranlage
Am Montagnachmittag (02. Februar) wurde in der Kläranlage Trunstadt (Landkreis Bamberg) eine größere Menge Heizöl festgestellt. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden rund 100 Liter Heizöl aus den Gemeindeteilen Trunstadt oder Stückbrunn in die Kanalisation eingeleitet.
Überlauf in den Main verhindert
Die alarmierten Feuerwehren konnten einen Überlauf in den Main verhindern. Zusätzlich wurde das kontaminierte Abwasser durch eine Fachfirma abgesaugt und fachgerecht entsorgt. Die Wasserschutzpolizeigruppe der Verkehrspolizei Bamberg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Ölschlieren bedrohen einen Bach
Bereits am Sonntag (01. Februar) wurde ein weiterer Ölaustritt in Effeltrich (Landkreis Forchheim) gemeldet. Am Ende einer Verrohrung der Oberflächenentwässerung in der Baiersdorfer Straße wurden deutlich riechende Ölschlieren im abfließenden Schmelzwasser festgestellt. Die Feuerwehr errichtete umgehend eine Ölsperre, um eine Verschmutzung des Kreuzbachs zu verhindern. Ein Fischsterben wurde nicht festgestellt.
Ermittlungen liefern bislang keine Ergebnisse
Erste Überprüfungen von Anliegern führten bislang nicht zur eindeutigen Klärung der Ursache. Nach aktuellem Stand könnte der Austritt bereits seit Freitag andauern. Wasserproben wurden entnommen und werden derzeit untersucht. Vorsorglich wurde eine weitere Ölsperre gesetzt. Auch hier bittet die Polizei um Hinweise möglicher Zeugen.