Mi., 30.12.2020 , 15:33 Uhr

Keine Impfstoff-Lieferung für Bayern in der ersten Januar-Woche: Trotz Zusage vom Bund

Bisher 17.000 Menschen gegen Coronavirus geimpft

Wie das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch (30. Dezember) in einem Schreiben bekannt gab, wird es in der ersten Januar-Woche voraussichtlich für den Freistaat keine Impfstoff-Lieferung vom Bund geben, und das trotz Zusage. Das habe der Freistaat kurzfristig am heutigen Mittwoch erfahren. Die nächste Lieferung soll am 11. Januar erfolgen. In diesem Zusammenhang kritisieren Gesundheitsministerin Melanie Huml und Staatssekretär Klaus Holetschek die Informationspolitik des Bundes, die ihren Aussagen nach stark verbesserungswürdig sei.

Trotz hohen Infektionszahlen entfällt komplette Lieferung

"Wie wir heute vom Bund erfahren haben, wird Bayern in der ersten Januar-Woche - entgegen der bisherigen Zusage - voraussichtlich keine Impfstofflieferung erhalten. Es ist für mich unverständlich, wie gerade bei derartig hohen Infektionszahlen eine komplette Lieferung einfach entfallen kann. Die eigentlich zugesagten Impfdosen waren in unseren Impfzentren bereits fest eingeplant."

(Melanie Huml, Gesundheitsministerin von Bayern)

Erst ab dem 11. Januar soll Bayern wieder wöchentliche Lieferungen über jeweils 107.250 Impfdosen vom Bund erhalten.

Scharfe Kritik von Staatssekretär Holetschek an den Bund

Wie es weiter in dem Schreiben heißt, wird gefordert, dass der Bund die Länder besser in die Planungen einbinden muss. Die bayerischen Impfzentren benötigen Planungssicherheit, so Holetschek. Dabei mache eine Terminvergabe nur Sinn, wenn alle Voraussetzungen für eine Impfung erfüllt wären. Holetschek fügt weiter hinzu:

(...) Der Bund muss endlich für eine angemessene Versorgung mit Impfstoff sorgen. Es ist unseren bayerischen Bürgerinnen und Bürger nicht vermittelbar, dass sie trotz hoher Impfbereitschaft auf ihren Schutz gegen diese heimtückische Krankheit warten sollen!"

107.500 Impfdosen für Bayern am Mittwoch eingetroffen

Wie Huml in München verkündete, wurden bisher 17.000 Corona-Impfungen im Freistaat durchgeführt. Davon erfolgten die meisten Impfungen in Pflege- und Seniorenheimen. Eine neue Lieferung von 107.500 Dosen kam heute neu hinzu.

Weiterführende Informationen:

Entfallene Impfstoff-Lieferung in Bayern: Ein Statement von Hans-Peter Friedrich (CSU)
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