Nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung am Bahnhof in Rödental (Landkreis Coburg) am Montagabend (22. Juni) befinden sich zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Coburg und die Kriminalpolizei Coburg ermitteln wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und des versuchten Raubes.
21-Jähriger wird von mehreren Männern angegriffen
Gegen 18:30 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Coburg die Meldung über eine Auseinandersetzung im Bereich des Parkplatzes am Bahnhof auf dem Weg zu den Gleisen ein. Beim Eintreffen der Polizeistreifen berichtete ein 21-jähriger Mann, kurz zuvor von mehreren Männern angegriffen worden zu sein.
Pfefferspray eingesetzt und brutal auf Opfer eingeschlagen
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen sollen drei Männer die Herausgabe der Umhängetasche des 21-Jährigen gefordert haben. Nachdem dieser sich geweigert hatte, sollen die Täter Pfefferspray gegen ihn eingesetzt haben. Als der Geschädigte zu Boden ging, sollen die Angreifer mehrfach auf ihn eingeschlagen und eingetreten haben. Zudem sollen sie versucht haben, ihm die Umhängetasche zu entreißen. Aufgrund der Gegenwehr des 21-Jährigen misslang der Versuch jedoch.
Verletzungen im Gesicht und Augenbereich
Der junge Mann erlitt bei dem Angriff Gesichtsverletzungen sowie mehrere Prellungen und musste medizinisch versorgt werden. Im weiteren Verlauf wurde bei ihm ein Knochenbruch im Bereich eines Auges festgestellt, weshalb er zur Behandlung in eine Fachklinik gebracht wurde.
17- und 18-Jähriger festgenommen
Im Rahmen der unmittelbar eingeleiteten Ermittlungen konnten Polizeibeamte noch am Montagabend zwei Tatverdächtige identifizieren. Dabei handelt es sich um einen 17-Jährigen und einen 18-Jährigen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg wurden beide Männer am Dienstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ gegen die Tatverdächtigen jeweils Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags und des versuchten Raubes.
Ermittlungen zu möglichem dritten Beteiligten
Die Kriminalpolizei Coburg führt die weiteren Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Coburg fort. Insbesondere die Identität eines möglichen dritten Tatbeteiligten ist derzeit Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
Polizei bittet um Zeugenhinweise
Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Angaben zum Tatgeschehen machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09561/645-0 bei der Kriminalpolizei Coburg zu melden.