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Unfallbilanz 2018 in Oberfranken: Leichter Rückgang bei den Verkehrsunfällen

Die Oberfränkische Polizei veröffentlichte am heutigen Freitag (22. Februar) die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2018. Insgesamt ist ein leichter Rückgang der Verkehrsunfälle in Oberfranken zu verzeichnen. Blickt man jedoch genauer in die Statistik, zeigen sich auch einige negative Entwicklungen. Zum Beispiel ist die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle, im Vergleich zum letzten Jahr, gestiegen. Auch die Anzahl der Alkoholunfälle ist gestiegen und es waren im Jahr 2018 mehr Kinder an Verkehrsunfällen beteiligt, als im Jahr 2017. Zudem ereigneten sich mehr Wildunfälle als im Vorjahr. Als Hauptunfallursachen gelten die Geschwindigkeit, die falsche Straßenbenutzung, das Nichtbeachten des Rechtsfahrgebotes und das Nichtbeachten der Vorfahrt oder des Vorranges. Die Polizei greift zur Unfallverminderung auf Präventionsmaßnahmen zurück.

Die Verkehrsunfallstatistik 2018 in Oberfranken

Leichter Rückgang der Verkehrsunfälle 

Im Jahr 2018 ereigneten sich insgesamt 32.834 Verkehrsunfälle. Im Jahr 2017 waren es 33.001, somit liegt der Rückgang der Verkehrsunfälle 2018 bei -0,5 Prozent. Von diesen Verkehrsunfällen endeten traurigerweise 55 tödlich (2017: 47). Im Zuständigkeitsbereich der Oberfränkischen Polizei starben 56 Menschen an den Folgen eines Verkehrsunfalls (2017: 68). Das bedeutet einen Rückgang von über 16 Prozent. Anzumerken ist hierbei, dass im Jahr 2017 alleine bei dem tragischen Busunglück auf der Autobahn A9 nahe Münchberg (Landkreis Hof) 18 Businsassen ihr Leben verloren.

 

Unfälle mit Verletzten und Sachschaden

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit verletzten Personen in Oberfranken sank um gut zwei Prozent auf 4.180 Verkehrsunfälle (2017: 4.266). Insgesamt wurden im Jahr 2018 5.535 Verkehrsteilnehmer verletzt (2017: 5.648), wobei 1.083 Personen schwere Verletzungen erlitten (2017: 1006). Die Verkehrsunfälle mit Sachschaden, die eine Anzeige zur Folge hatten, gingen um 4,6 Prozent auf 9.229 (2017: 9.674) zurück. Um rund 1,9 Prozent stiegen hingegen die 19.425 Kleinunfälle mit Blechschäden (2017: 19.061). Rund zwei Fünftel dieser Kleinunfälle ereignete sich im Zusammenhang mit Wildwechsel

Deutlicher Rückgang der Geschwindigkeitsunfälle

Auch 2018 war eine überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit die Hauptunfallursache für schwere und tödliche Verkehrsunfälle, wie es auch der bayernweite Vergleich widerspiegelt. Erfreulicherweise sanken die Geschwindigkeitsunfälle von 2.260 (2017) auf 1.636 (2018) Verkehrsunfälle und somit um rund 28 Prozent.

 

Anzahl der Alkoholunfälle steigt

Die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss erhöhte sich im Jahr 2018 um über 4,7 Prozent auf 444 (2017: 424). Alkoholkonsum war bei sieben tödlichen Verkehrsunfällen die Ursache (2017: 3). Bei Alkoholunfällen erlitten 270 Personen Verletzungen (2017: 230). Deutlich mehr als die Hälfte der betrunkenen Fahrer (253 von 443) hatte über 1,5 Promille Alkohol im Blut (2017: 235 von 424). Unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln verursachten im vergangenen Jahr oberfrankenweit 39 Fahrzeugführer Verkehrsunfälle (2017: 40). Dabei erlitten 23 Personen Verletzungen.

 

Drei Kinder starben bei Verkehrsunfällen

Bei 291 Verkehrsunfällen im Jahr 2018 waren Kinder beteiligt (2017: 274), wobei 326 Kinder Verletzungen erlitten (2017: 309). Leider kamen im Jahr 2018 drei Kinder bei Verkehrsunfällen ums Leben. Anfang Januar 2018 starb ein sechs Monate alter Säugling bei Marktrodach (Landkreis Kronach) bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos (wir berichteten) und zwei Tage später ein vier Monate alter Säugling bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A9 bei Münchberg (Landkreis Hof) (wir berichteten). Ein Achtjähriger wurde Mitte August in Michelau (Landkreis Lichtenfels) mit seinem Fahrrad von einem Lastwagen erfasst und ebenfalls tödlich verletzt. (Wir berichteten.)

Mehr Schulwegunfälle im Jahr 2018

Die Oberfränkische Polizei registrierte eine Steigerung von über sechs Prozent bei den 50 Schulwegunfällen (2017: 47). Kein Schulwegunfall in Oberfranken endete zum Glück tödlich. Jedoch erlitten 62 Schüler Verletzungen (2017: 55). Herausragend war ein Schulbusunfall Ende September 2018, als ein mit 18 Schülern besetzter Omnibus auf dem morgendlichen Weg zur Schule aufgrund Wildwechsels bei Pegnitz (Landkreis Bayreuth) von der Straße abkam und in einer Wiese landete. Bei dem Verkehrsunfall erlitten zehn Schüler und der Busfahrer leichte Verletzungen. (Wir berichteten.)

Weniger Verkehrsunfälle mit jungen Fahrern (bis 24 Jahre)

Mit einem Rückgang von rund fünf Prozent war die Altersgruppe der jungen Fahranfänger im Jahr 2018 an insgesamt 2.982 Verkehrsunfällen beteiligt (2017: 3.133). Bei den von dieser Altersgruppe als Hauptverursacher schuldhaft verursachten Unfällen ist ein Rückgang von 1.822 auf 1.643 Verkehrsunfälle (-9,8 Prozent) festzustellen. Insgesamt starben sechs Personen aus der Gruppe der „Jungen Erwachsenen“ (2017: 8) und 856 wurden verletzt (2017: 840).

Senioren waren 2018 in 2.838 Unfälle verwickelt

Analog zur demografischen Entwicklung der Altersstruktur registrierte die Oberfränkische Polizei eine Zunahme von über 1,6 Prozent bei den Verkehrsunfällen, an denen Senioren beteiligt waren. Während im Jahr 2017 noch 2.792 Senioren in Verkehrsunfälle verwickelt waren, so stieg deren Beteiligung im Jahr 2018 auf 2.838 an. In 1.850 Fällen verursachte diese Altersgruppe im Vorjahr den Verkehrsunfall selbst. 13 Senioren, die aktiv am Straßenverkehr teilnahmen, wurden im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen auf oberfränkischen Straßen getötet (2017: 17). Mit 634 Verletzten wurden im Jahr 2018 12,4 Prozent mehr Personen aus dieser Altersgruppe verletzt (2017: 564).

Weniger Verkehrsunfälle mit Fußgängern

Einen Rückgang um rund vier Prozent auf 380 Verkehrsunfälle registrierte die Oberfränkische Polizei bei den Unfällen, an denen Fußgänger beteiligt waren (2017: 395). Für neun Fußgänger in Oberfranken endete im Jahr 2018 ein Verkehrsunfall tödlich (2017: 5) und 308 Passanten erlitten bei Verkehrsunfällen Verletzungen (2017: 337). Insgesamt waren im vergangenen Jahr oberfrankenweit 405 Fußgänger an Verkehrsunfällen beteiligt (2017: 423).

Heißer Sommer führt zu mehr Motorradunfällen

Die aufgrund des heißen Sommers lange Biker-Saison 2018 schloss mit einem Anstieg an Motorradunfällen in Oberfranken um rund 1,8 Prozent. Insgesamt waren 799 Mal motorisierte Zweiradfahrer an Verkehrsunfällen beteiligt (2017: 785). Leider erlagen 7 Motorradfahrer (2017: 8) und drei Mofa-, bzw. Mopedfahrer (2017: 6) in Oberfranken ihren schweren Unfallverletzungen. 710 motorisierte Zweiradfahrer, und somit 3,2 Prozent mehr, erlitten bei den Verkehrsunfällen auf oberfränkischen Straßen Verletzungen (2017: 688). Knapp zwei Drittel (469 von 799) der oberfränkischen Motorradunfälle im vergangenen Jahr wurden von den Bikern selbst verursacht.

Erneut mehr Wildunfälle

Mit einer Steigerung von über 4,1 Prozent registrierte die Oberfränkische Polizei erneut eine Zunahme der Verkehrsunfälle, an denen Wildtiere beteiligt waren. Während sich im Jahr 2017 oberfrankenweit noch 7.355 Wildunfälle ereigneten, stieg deren Anzahl im Jahr 2018 auf 7.658 Verkehrsunfälle an. Bei den Verkehrsunfällen mit Wildbeteiligung kam zwar kein Mensch ums Leben, aber dennoch erlitten 64 Personen (2017: 58) bei 48 Wildunfällen (2017: 51) Verletzungen.

 

Oberfränkische Verkehrssicherheitsarbeit

Neues Warnsystem soll Wildunfälle verringern

Um dem oberfranken- als auch bayernweiten Anstieg der Wildunfälle entschieden entgegenzutreten, beteiligt sich das Polizeipräsidium Oberfranken mit zwei Versuchsstrecken im Landkreis Wunsiedel am Test eines neuen Wildwarnsystems. Die neue Technik, die vor kurzem an Straßenleitpfosten auf der Staatsstraße 2176 zwischen Marktleuthen und Höchstädt und auf der Staatsstraße 2177 zwischen Röslau und Neudes vom Bayerischen Verkehrsministerium installiert wurde, soll drei Jahre getestet werden. Nähert sich in der Dunkelheit ein Tier der Fahrbahn, dann schaltet der Bewegungsmelder, der mit Wärmesensoren gekoppelt ist, das Warnlicht am Pfosten ein. Auch die Module benachbarter Straßenpfosten beginnen dann zu leuchten und weisen so Autofahrer auf die Gefahr hin. Das Start-Up „AniMot“ setzt im Gegensatz zu anderen Wildwarnsystemen nicht auf eine Abschreckung der Tiere, sondern auf eine optische Warnung der Autofahrer.

Risikogruppe Motorradfahrer 

Mit der alljährlichen Motorradsternfahrt in Kulmbach, die heuer am 27. und 28. April 2019 stattfindet, wurde bereits vor vielen Jahren ein markanter Baustein des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 BAYERN MOBIL SICHER ANS ZIEL installiert. Die im Sommer 2018 errichtete Motorradkontrollgruppe der Polizei Oberfranken bildet mit speziell geschulten Beamten den neuesten Baustein zu der bereits seit Jahren sehr erfolgreichen Verkehrssicherheitsarbeit im Bereich der Hauptrisikogruppe der Motorradfahrer.

Kontrollen als Präventionsmaßnahme 

Auch in diesem Jahr wird der Schwerpunkt auf einer Reduzierung der Geschwindigkeitsunfälle durch verstärkte Kontrollen liegen, um weiterhin die Anzahl der Verkehrsunfalltoten und Schwerverletzten stetig zu reduzieren. Beim Thema „Alkohol und Drogen“ setzt das Polizeipräsidium Oberfranken neben repressiven Maßnahmen auf Prävention. Darüber hinaus setzt die Oberfränkische Polizei nach wie vor auf eine qualifizierte Fortbildung ihrer Beamten zur Erkennung einer drogenbedingten Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit, um drogenberauschte Verkehrsteilnehmer frühzeitig aus dem Straßenverkehr zu ziehen.

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Oberfranken: 9.011 Babys im letzten Jahr geboren

In Oberfranken wurden 2018 gast genau so viele Babys geboren wie im Vorjahr. Insgesamt erblickten von Januar bis Dezember 9.011 Säuglinge das Licht der Welt. Das ist exakt eine Geburt mehr als 2017. Größter Zuwachs in Lichtenfels Die höchsten Zuwächse hat der Landkreis Lichtenfels. Dort erblickten 579 Babys das Licht der Welt, was einem Anstieg von 7 Prozent entspricht. Mit insgesamt 2.359 Geburten ist in Stadt und Landkreis Bamberg ein Plus von 3 Prozent zu erkennen. Auch in Stadt und Landkreis Coburg (1.206 Geburten) waren es 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Ebenfalls mehr Babys als 2017 wurden in Forchheim geboren (681 Geburten, 2 Prozent). Konstante Zahlen in Bayreuth Stadt und Landkreis Bayreuth konnten die hohen Werte des Vorjahres ebenfalls erreichen (1.625 Geburten, 0 Prozent). Rückgang in Kulmbach, Hof, Kronach und Wunsiedel Etwas weniger Geburten gab es in Kulmbach (743, -2 Prozent), gefolgt von Stadt und Landkreis Hof (941, -5 Prozent), den Landkreisen Kronach (427, -6 Prozent) und Wunsiedel (450, -12 Prozent). Eine Grafik mit den Zahlen gibt es HIER. Recherche vom Demographie-Kompetenzzentrums Oberfranken Befragt wurden die oberfränkischen Kliniken, Geburtshäuser und Hebammenpraxen. Die Zahlen stammen aus einer Recherche des Demographie-Kompetenzzentrums Oberfranken.
© Universität Bayreuth

Universität Bayreuth: Mehr Studierende und mehr Projekte!

Präsident der Universität Bayreuth, Prof. Dr. Leible und seine Hochschul-Kollegen präsentierten am heutigen Donnerstag (11. Oktober) bei der diesjährigen Jahrepressekonferenz dem Publikum die Bilanz zum Hochschulstart des Wintersemesters 2018 / 19. Die Zahl der Studierenden zum diesjährigen Wintersemester an der Universität Bayreuth ist gestiegen und damit auch die neu anstehenden Projekte. Weiterlesen

Bundeswahlkreise-Debatte: Nichts Neues beim Krisentreffen

Nichts wirklich konkretes ist am Vormittag beim „Berliner Krisentreffen“ zur aktuellen Wahlkreisdebatte herausgekommen. Ob die Hofer Kommunen Geroldsgrün und Schwarzenbach am Wald nun tatsächlich dem Wahlkreis Coburg-Kronach zugesprochen werden ist also weiterhin unklar.

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Oberfranken: 7.100 Studierende neu im Wintersemster eingeschrieben

An den oberfränkischen Universitäten ist am Morgen das Wintersemester gestartet. In Bamberg gibt es jetzt 13.198 Studierende. 2.795 davon sind Erstsemester. Rund 240 Studierende weniger sind in Bayreuth eingeschrieben – nämlich exakt 12.959. Hier sind es 1.813 Neueinschreibungen.

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IHK: Rekord bei Ausbildungen in Bamberg und Forchheim

„Ein hervorragendes erstes Halbjahr“, so die Bilanz von Heribert Trunk, Präsident der IHK für Oberfranken Bayreuth und Vorsitzender des IHK-Gremiums Bamberg in seiner Bewertung der monatlichen Ausbildungszahlen. Zum 30.06.2014 hat die IHK im Bezirk Bamberg 558 neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse registriert. Weiterlesen

Bilanz: Greiffenberger AG legt vorläufige Zahlen für 2013 vor

Die Greiffenberger AG hat im Geschäftsjahr 2013 nach ersten vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 155,2 Millionen Euro erzielt. Damit liegen die Umsatzerlöse am oberen Rand der im November aktualisierten Umsatzprognose für 2013 (Bandbreite von 152 bis 156 Millionen Euro). Als Konsequenz der im Jahresverlauf eingeleiteten, teilweise auch schon kurzfristig wirksamen Kostenoptimierungen kann ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach ersten vorläufigen Zahlen von 6,0 Millionen Euro erreicht werden. Damit liegt die Ergebnisentwicklung leicht oberhalb der aktualisierten Prognose, in der ein EBIT in der Bandbreite von 4,3 bis 5,8 Millionen Euro erwartet worden ist. Die Greiffenberger Gruppe ist im Bereich Industrietechnologie tätig und beschäftigt an den Standorten Marktredwitz und Augsburg 1.051 Mitarbeiter.

 



 

 

Marktredwitz (Lkr. Wunsiedel): Greiffenberger legt Bilanz vor

Die Greiffenberger-Gruppe konnte im dritten Quartal ihren stabilen Geschäftsverlauf bei gleichzeitig unterjährig zunehmender Dynamik fortsetzen. So hat Greiffenberger im dritten Quartal den höchsten Quartalsumsatz des Jahres 2013 verbucht und den Trend der von Quartal zu Quartal steigenden Erlöse fortgeschrieben. Mit 116,9 Millionen Euro lag der Gesamtumsatz der Gruppe im Zeitraum Januar bis September aber insgesamt noch 4 Prozent unter Vorjahresniveau (122,4 Millionen Euro ).

Auftragseingang gesteigert

„Wir haben durchaus Indikationen, dass unsere stabile operative Entwicklung weiter anhalten kann, allerdings sind wir für das laufende vierte Quartal sehr vorsichtig und rechnen derzeit eher mit einer Verschiebung der Umsätze aus dem Auftragspolster ins nächste Jahr“, sagt Stefan Greiffenberger, Vorstand der Greiffenberger AG. In den ersten neun Monaten konnte die Greiffenberger-Gruppe einen addierten Auftragseingang von 125,0 Millionen Euro verbuchen. Dies ist ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (109,6 Millionen Euro). Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen lag per 30. September 2013 bei 1,1 – auch das ein klares Zeichen für Wachstum. Der Auftragsbestand der Gruppe insgesamt baute sich in den ersten neun Monaten ebenfalls auf und liegt zum 30. September bei 38,9 Millionen Euro, also um 14,7 Prozent höher als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Der Auftragsbestand entspricht damit in etwa der Höhe eines kompletten Quartalsumsatzes.

Umsatzprognose gesenkt

„Trotz des Wachstums im Auftragseingang, der aufwärtsgerichteten Dynamik und des wie von uns erwartet stärkeren zweiten Halbjahres 2013 müssen wir abwarten, was das vierte Quartal in den einzelnen operativen Gesellschaften bringen wird. Insbesondere bei Eberle lässt der von uns erwartete Aufholeffekt länger als gedacht auf sich warten und wird im vierten Quartal noch nicht kommen“, so Stefan Greiffenberger weiter. „Aufgrund der heutigen Sicht haben wir am 5. November 2013 den Umsatzkorridor für das Gesamtjahr 2013 auf 152 bis 156 Millionen Euro konkretisiert und damit die Prognose etwas nach unten angepasst.'“Zum Vergleich: In der zuvor gültigen Prognose rechnete der Greiffenberger-Konzern für das Geschäftsjahr 2013 mit einem Umsatz in der Bandbreite von 156 bis 160 Millionen Euro, im Geschäftsjahr 2012 lag der Umsatz bei 158 Millionen Euro. Durch den erwarteten Umsatzeffekt vorrangig im vierten Quartal errechnet sich eine Planung für das EBITDA in der Bandbreite von 11,1 bis 12,6 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der geplanten Abschreibungen von 6,8 Millionen Euro wird das EBIT in der Bandbreite von 4,3 bis 5,8 Millionen Euro liegen. In den EBITDA- und EBIT-Prognosewerten jeweils enthalten sind wie bisher die geplanten Einmalaufwendungen in Höhe von 1,7 Millionen Euro für den Start des neuen Werks der ABM im polnischen Lublin. Unverändert geht die Greiffenberger-Gruppe von einer deutlichen Verbesserung beim Finanzergebnis im Umfang von 1,5 bis 1,7 Millionen Euro aus.

ABM nimmt Produktion planmäßig auf

Der Teilkonzern ABM wird seine Produktion in Lublin nach aktuellem Stand wie ursprünglich geplant im vierten Quartal 2013 aufnehmen. Da die Baumaßnahmen für das neue Werk, das von ABM von einem Immobilieninvestor langfristig gemietet werden sollte, unverändert hinter dem Zeitplan liegen, wurde zwischenzeitlich ein bereits bestehendes modernes Fabrikgebäude angemietet. Die Vorbereitungen für den Produktionsstart dort schreiten planmäßig voran. Parallel befindet sich ABM weiterhin in Gesprächen zur Erstellung eines Built-to-Suit Gebäudes durch einen Immobilieninvestor.

Die Entwicklung in den Unternehmensbereichen: Antriebstechnik

Die Antriebstechnik (ABM) erzielte im Zeitraum Januar bis September Umsatzerlöse von 73,7 Millionen Euro und liegt damit praktisch wieder auf Vorjahresniveau (74,0 Millionen Euro). Der Umsatzanteil des größten Teilkonzerns am Gesamtumsatz der Gruppe beträgt mittlerweile 63 Prozent. Zum deutlichen Aufholeffekt nach einem schwierigen vierten Quartal 2012 haben unter anderem Umsatzzuwächse in den Produktbereichen Erneuerbare Energien, Lagerlogistik, Medizintechnik und Textilmaschinen beigetragen. Die Umsätze in China waren wesentliche Triebfedern, aber auch in Nordamerika und Europa waren Wachstumsimpulse spürbar. Darüber hinaus lagen die addierten Auftragseingänge auf breiter Front über den Vergleichswerten des Vorjahres sowie über dem aktuellen Umsatz nach drei Quartalen. Entsprechend kann mit einer Fortsetzung der Aufwärtsentwicklung gerechnet werden.

Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl

Der Unternehmensbereich Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl (Eberle) verzeichnete nach neun Monaten einen Umsatzrückgang um 7,6 Prozent auf 32,6 Millionen Euro. In der Vorjahresperiode hatte der Umsatz 35,3 Millionen Euro betragen. Vom Umsatzrückgang waren beide Produktbereiche des Unternehmensbereichs betroffen, wobei die bedienten Märkte sich sehr heterogen zeigten. Die teils deutlichen Impulse zum Beispiel in den USA oder in Deutschland konnten hierbei rückläufige Entwicklungen in anderen Ländern nicht vollständig kompensieren. Aufgrund dieser nicht einfachen Situation in vielen relevanten Märkten bleibt der Ausblick auf das vierte Quartal verhalten.

Kanalsanierungstechnologie

Der Umsatz im Unternehmensbereich Kanalsanierungstechnologie (BKP) in den ersten neun Monaten belief sich auf 10,6 Millionen Euro nach 13,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, was einem Umsatzrückgang auf Neunmonatssicht von 18,8 Prozent entspricht. Innerhalb der ersten neun Monate konnte BKP den hohen Umsatzrückstand gegenüber 2012 so bereits wieder etwas abbauen. Wegen des sehr verhaltenen Starts in das Jahr 2013 und hoher Vorgaben aus dem Vorjahr aufgrund starker Rohrummantelungsumsätze gilt es aber noch einiges aufzuholen. Mit einer Umsatzsteigerung um 36 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2013 leistete das dritte Quartal hierzu einen wesentlichen Beitrag. Auch für das laufende vierte Quartal wird eine gute Umsatzentwicklung erwartet, die jedoch von Witterungseinflüssen abhängt.

Die Kennzahlen der ersten neun Monate 2013 (IFRS) im Überblick:

 

30.09.2013
(9 Monate)

30.09.2012
(9 Monate)

ggü. Vorjahr

 

Mio. EUR

Mio. EUR

%

Umsatz

116,9

122,4

-4,5 %

davon Unternehmensbereich:

 

 

 

Antriebstechnik
(ABM Greiffenberger, Marktredwitz;
685 Mitarbeiter)

73,7

74,0

-0,5 %

Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl
(Eberle, Augsburg; 281 Mitarbeiter)

32,6

35,3

-7,6 %

Kanalsanierungstechnologie
(BKP, Velten; 64 Mitarbeiter)

10,6

13,1

-18,8 %

Auftragseingang, gesamt

125,0

109,6

+14,0 %

Auftragsbestand, gesamt

38,9

33,9

+14,7 %

 

Die Greiffenberger AG:

Die Greiffenberger AG mit Sitz in Marktredwitz ist eine familiengeführte Industrieholding, die mit 1.031 Mitarbeitern und bei einer Exportquote von 60 % weltweit erfolgreich in technologisch anspruchsvollen Nischen dreier Wachstumsmärkte agiert:

  • Antriebstechnik: Effiziente Antriebstechnik für Unternehmen, die marktführende Lösungen entwickeln, insbesondere Industrieanwendungen, Mobile Antriebstechnik und Erneuerbare Energien
  • Metallbandsägeblätter & Präzisionsbandstahl: Höchste Qualität für anspruchsvolle industrielle Anwendungen
  • Kanalsanierungstechnologie: Modernste grabenlose Technologie und Rohrummantelung

Im strategischen Fokus steht die Weiterentwicklung der Branchenkompetenzen und die Forcierung der Umwelttechnologie z.B. auf den Gebieten Kanalsanierungstechnologie, Biomasseheizungen und Windkraft. Das organische Wachstum wird durch eine zunehmende Internationalisierung in Vertrieb und Beschaffung generiert und optional durch Unternehmenszukäufe ergänzt. Seit 1986 ist das Unternehmen an der Börse notiert.

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